Veranstaltungsdetails

Zurück Zurück zur Übersicht   Landesstiftung deutsch Bildung & Wissenschaft (BK)
  Mittwochsgesellschaft mit Dr. Andreas Poltermann
  Wieviel Hochschule leisten wir uns in welchem Bundesland?
Beschreibung Mittwochsgesellschaften hat es schon einige gegeben: In Berlin vor über 200 Jahren und auch Sigmund Freud unterhielt eine Ende der zwanziger Jahre in Wien. Unsere Mittwochsgesellschaft tagt in der Regel an jedem letzten Mittwoch im Monat. Ab Januar 2006 ist die Mittwochsgesellschaft kurzzeitig heimatlos. Bitte achten Sie auf den jeweiligen Ort in der aktuellen Ankündigung. Das fünfte Thema 2006 setzt sich mit der Frage des Zugangs zu Hochschulbildung auseinander.

Mittwoch, 31. Mai 2006, um 19.30 Uhr

Ort: Potsdam, Wiener Café, Luisenplatz 4, 1. Stock

Unser Gast:
Dr. Andreas Poltermann

Referent für Bildung und Wissenschaft Heinrich-Böll-Stiftung (Berlin)

Wieviel Hochschule leisten wir uns in welchem Bundesland?

Moderation: Inka Thunecke und Joachim Gessinger

 
Bemerkung Der Zustand der Hochschulen sei ein unbemerkter Skandal, den die Öffentlichkeit nicht erführe, so Lutz Hachmeister in der Mittwochsgesellschaft im März. Wir hören und lesen viel über Wissensgesellschaft, die Ressource Bildung, über mehr Studienplätze und notwendige Studienreformen. In den Hohlräumen dieser Diskurse verbergen sich ein fortschreitender Verlust an (auch baulicher) Substanz, strukturelle Unterausstattung, Überlast.

Nun drohen den Hochschulen die Auswirkungen der Föderalismusreform. Bildungspolitik gerät damit fast vollständig in den Verfügungsbereich der Bundesländer. Das Herausdrängen des Bundes aus seiner bisherigen Rahmenkompetenz hat weit reichende Folgen für Einheitlichkeit und Gleichwertigkeit im Hochschulbereich. Die einzelnen Länder tragen nun die Verantwortung für Bildungsplanung und Hochschulbau selbst. Dieser neue Provinzalismus bedroht das Hochschulwesen in Deutschland insgesamt und in den ärmeren Bundesländern verschärft. Das in der deutschen Hochullandschaft ohnehin schon bestehende Nord-Süd- und Ost-West- Gefälle wird sich verstärken, der Ausgang der Exzellenzinitiativen zeigt die Richtung an - hin zu einem zwei- oder dreiklassigen System von Eliteunis, Regionalanstalten und 'shit halls' mit jeweils unterschiedlich gestaffelten Studiengebühren. Heißt 'Studieren, wo andere Urlaub machen' (Werbung Uni Potsdam) in Zukunft 'Studieren, wo keiner hin will'? Weder Studierende noch ProfessorInnen? Wieviel Verlust an wissenschaftlicher und intellektueller Substanz, an qualifizierter Arbeitskraft verträgt eine Region wie die unsere? Diese und andere Fragen wollen wir mit Andreas Poltermann diskutieren. Er ist Referent für Bildung und Wissenschaft bei der Heinrich-Böll-Stiftung.

Die darauf folgende Mittwochsgesellschaft findet am 28. Juni 2006 statt. Angesichts der Fussballweltmeisterschaft diskutieren wir an diesem Abend über Fussball und Politik.

Bitte achten Sie jeweils auf den angegebenen Ort. Wir freuen uns, wenn Sie unseren politischen Salon regelmäßig besuchen. Die Diskussion über den Zustand unserer Gesellschaft, über innen- und außenpolitische Fragen, über Perspektiven ökologischer Politik bestimmt die Themen des Salons. An den Abenden der Mittwochsgesellschaft ist Einmischung erwünscht und wir hoffen auf spannende Interventionen aus dem Publikum.

Wir möchten Sie um eine Anmeldung bitten, um die Organisation zu vereinfachen: anmeldung@boell- brandenburg.de oder per Fax 0331-292092  
Veranstalter Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg
Veranstaltungsort auf Nachfrage (in Brandenburg) 
Dauer (Datum) Mittwoch, 31. 5. 2006, 19:30 bis 21:30 Uhr
AnmeldungsemailAnmeldung per E-Mail Veranstaltungsdaten lokal importieren (vCal)Import
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