PUC - Participation in Urban Climate-Protection

PUC - Participation in Urban Climate-Protection

Hintergrund
Zur Erreichung der europäischen Klimaziele spielt der Klimaschutz auf kommunaler Ebene eine entscheidende Bedeutung. Es gibt in vielen Städten und Gemeinden Europas wichtige Ansätze für Klimaschutzaktivitäten und immer mehr Städte schließen sich auf europäischer Ebene beispielsweise im Covenant of Mayors oder dem Klimabündnis Europäischer Städte zusammen. Die Erfahrungen der letzten Jahre aus verschiedenen Ländern Europas, mit denen die Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg kooperiert, zeigen, dass kommunale Energiepläne mit einem ganzheitlichen Ansatz eine Schlüsselrolle im Klimaschutz spielen. Besonderes Augenmerk verdient dabei die Integration der Zivilgesellschaft in die Erstellung solcher Energiepläne, sowie in der Umsetzung der Maßnahmen. Nur unter Beteiligung aller betroffenen Akteure und der Zivilgesellschaft insbesondere, kann kommunaler Klimaschutz erfolgreich sein.

Inhalt und Ziel
Im Rahmen des Projektes PUC soll eine Publikation erarbeitet werden, die einer breiteren Öffentlichkeit zur Diskussion gestellt wird. Das Projekt unterstützt damit den Zusammenhalt eines Netzwerkes von unterschiedlichen Partnern, die sich dem Klimaschutz als europäischem Ziel verbunden fühlen und die gleichzeitig die europäische Bürgerschaft weiterentwickeln wollen. Die Publikation dokumentiert die Erfahrungen europäischer Städte und Kommunen auf dem Gebiet kommunaler Energiepläne und der Organisation von Beteiligung, neue Denkanstöße zu partizipativem kommualen Klimaschutz sollen gegeben und best-practice Beispiele weiter multipliziert werden. Das Projekt will mit der Publikation und den dazugehörigen Debatten einen Beitrag dazu leisten, die zivile Beteiligung am
demokratischen Leben in der EU zu fördern und Bürger wie Zivilgesellschaft zu ermuntern und in die Lage zu versetzen, sich vor dem Hintergrund der Auswirkungen der aktuellen Wirtschaftslage aktiv an der Entwicklung von lokal angepassten Lösungen zu beteiligen. Dazu schafft das Projekt die Grundlagen und transportiert den Erfahungsaustausch im europäischen Kontext. Insbesondere soll es Beiträge zu den Beteiligungsmodellen in europäischen Städten und Gemeinden geben. Kriterien für die Legitimation von Partizipationsverfahren werden dargestellt, um den Zielgruppen Möglichkeiten der Bewertung von Ideen der Partizipation zu geben und die Verknüpfung zur repräsentativen Demokratie zu gewährleisten.

Zielgruppe
Die Publikation richtet sich an europäische Städte und Gemeinden, MitarbeiterInnen von Verwaltungen, Ehrenamtliche GemeinderatsvertreterInnen, engagierte BürgerInnen und weitere kommunale Akteure wie z.B. kommunale Wohnungsbaugesnossenschaften. Die LeserInnen sollen sowohl im Bereich der kommunalen Energieplanung und damit verbundenen Beteilungsformen neue Denkanstöße mitnehmen und konkret Wissen über bestpractice Beispiele in anderen Städten und Gemeinden Europas als auch Prozesswissen über die Realisierung von Partizipation erlangen. Kommunen sollen in die Lage versetzt werden,
Partizipation gewinnbringend zu organisieren. Bürger sollen in die Lage versetzt werden, bestehende Beteiligungsmöglichkeiten optimal auszuschöpfen und Partizipation einzufordern.

 

Ablauf:
In einem Projekttreffen mit den beteiligten Partnern soll die Publikation gemeinsam vorbereitet und die Synergieeffekte der unterschiedlichen Partner konzeptionell nutzbar gemacht werden. Die Publikation wird sowohl theoretisch konzeptionelle Beiträge zum Thema der Partizipation als auch konkrete Beispiele aus den beteiligten Ländern als auch aus weiteren europäischen Ländern enthalten. Bei einem zweiten Workshop werden die Partizipationsmodelle der Publikation präsentiert und von den Partnern diskutiert. Der Workshop zielt auf ein gemeinsames Schlusskapitel, dass die Zukunft von Partizipation und Klimaschutz beleuchtet. Nach Fertigstellung wird die Publikation einem größeren Publikum vorgestellt. Die Veranstaltung dient dazu das Netzwerk der bisherigen Partner zu erweitern.

Materielles Ergebnis
Die weitere Kommunikation und Feinkonzeption wird über ein internes Internetforum organisiert. Die Partner werden an der Planung der Inhalte beteiligt sein, ihre Ideen und Erfahrungen einbringen. Die Publikation wird in englischer Sprache erstellt, sie wird in die Sprache der beteiligten Länder übersetzt und für die weiteren EU-Länder wird es wird einen Abstract in allen EU-Landessprachen geben. Insgesamt soll die Publikation ca. 100 Seiten umfassen. Sie wird nach Projektabschluss elektronisch zur Verfügung stehen und in einer
Auflage von 5000 Stück in Englisch gedruckt werden. Ein Flyer in den jeweiligen Landessprachen soll auf die Publikation aufmerksam machen. Sie wird auf der Webseite der Partner publiziert.

 

Projektpartner:
Centre Marc Bloch (Berlin)
Frankly speaking – Training and Development (Bratislava)
Tartu Regional Energy Agency (Tartu)
Healthy Cities of Czech Republic (Prag)
Energie in Bürgerhand (Freiburg)
Bulgarian Photovoltaic Energy Association (Sofia)
Institute for Renewable Energy (Warsaw)

 

Im Projekt PUC ist die Publikation "Bürgerbeteiligung im kommunalen Klimaschutz. Antworten europäischer Städte und Gemeinden" erschienen, die in sieben Sprachen erhältlich ist.

 

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