Jugendprojekt 'espacio'

Jugendprojekt 'espacio'

Jugendliche engagieren sich für Gesellschaft und PolitikJugendliche engagieren sich für Gesellschaft und Politik – Urheber/in: Dima Konsewitch. Creative Commons License LogoDieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz.

Die Beteiligung von jungen Menschen an politischen Prozessen ist allgemein erwünscht und gilt als Mittel gegen die viel beklagte Politikverdrossenheit. Demokratie soll erfahrbar gemacht werden, denn eine demokratische Überzeugung entsteht weniger durch die abstrakte Beschäftigung mit dem parlamentarischen System der Bundesrepublik Deutschland oder der freiheitlich demokratischen Grundordnung, als durch eigene Erfahrungen von Mitentscheidung und Teilhabe. Diese Erfahrungen stärken die Persönlichkeit und bieten damit auch einen wirksamen Schutz gegen den Einfluss autoritärer Entscheidungsstrukturen.

Viele junge Menschen sind durchaus interessiert an politischen und gesellschaftlichen Fragen und haben ein Bedürfnis ihr unmittelbares Lebensumfeld zu verändern. Doch die Durchsetzung ihrer Wünsche scheitert oft an unzureichend transparenten und langwierigen, zähen politischen Prozessen einerseits und an der mangelnden Geduld, Professionalität und Zielorientierung der Jugendlichen andererseits.
espacio will dieser Entfremdung entgegenwirken, indem zunächst Jugendlichen eine Hilfestellung geboten wird, ihre Bedürfnisse und Interessen zu einem konkreten Projekt zu entwickeln. Weiter sollen diejenigen Fähigkeiten, Kompetenzen und Techniken vermittelt werden, die nötig sind um den Plan mit Partnern zu verwirklichen. Gefördert werden sowohl bestehende wie sich neubildende Gruppen.
Das Projekt der Jugendlichen soll mit ihrem Sozialraum zu tun haben. Die direkte Um- oder Neugestaltung des unmittelbaren Lebensumfeldes (z. B. Umgestaltung der Gruppen- oder Schulräume, Schaffung eines kulturellen Treffraumes, Entstehung eines Veranstaltungscafés) kann ebenso angestrebt werden, wie die Thematisierung der Beschaffenheit und des Wandels des öffentlichen Raumes (z. B. Ausgrenzung durch Privatisierung oder Erhöhung der Eintrittspreise öffentlicher Einrichtungen, Zonen der Angst, rassistische oder sexistische Alltagserfahrungen, fehlende Lebensperspektiven).

In seinem eineinhalbjährigen bis zweijährigen Projektverlauf fördert espacio die Eigeninitiative junger Menschen aus Berlin und Brandenburg ihre eigenen Handlungsspielräume zu gestalten und sich in kommunale Entscheidungen einzumischen. Während dieser Zeit sind mehrere Vernetzungstreffen der verschiedenen Gruppen geplant, bei denen Ideen und Erfahrungen ausgetauscht werden.

Das Projekt wird durch Mittel des Bundesfamilienministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

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