Working Culture – Kunst, Arbeit und Beschäftigung

Working Culture – Kunst, Arbeit und Beschäftigung

Working Culture - Kunst, Arbeit und Beschäftigung

Die Worte „prekär“ und „Prekariat“ werden, wenn es um den Kultursektor geht, beinahe inflationär verwendet. An ihrer Aktualität ändert das nichts. In Kunst und Kultur scheint der Begriff der Prekarität sogar das Lebensgefühl der Mehrheit der Akteure zu beschreiben. Doch muss prekäre Beschäftigung mit ungewissen Zukunftsaussichten die einzige Antwort auf die zunehmend schwierige Lage in Kunst und Kultur sein?

Neben Unsicherheit gibt es allerdings auch andere Reaktionen auf die veränderten Arbeitsbedingungen im kulturellen Sektor. So entsteht ein neues Unternehmertum mit effizienteren Geschäftsmodellen vom Kleinstunternehmer über die Genossenschaft bis zur GmbH. Gleichzeitig sieht sich eine große Zahl von Kulturakteuren als Hartz-IV-Empfänger mit dem Existenzminimum konfrontiert. Was bedeutet dieser Prozess für das Selbstverständnis der Kulturakteure? Welche Möglichkeiten der politischen Intervention oder Förderung gibt es?

Die Referentinnen und Referenten der Veranstaltung unserer Qualifizierungsreihe für Kulturakteure, Festivalveranstalter und Wirtschaftsfachkräfte widmeten sich diesen Fragen aus unterschiedlichen Perspektiven.

23. Juni 2007
Programm

10.00 Uhr Anmeldung
10.30 Uhr Begrüßung

11.00 Uhr
Zum Beispiel Kulturakteure. Der Bedeutungswandel von Erwerbsarbeit und seine Verarbeitung
Matthias Neis, Universität Jena
Präsentation Matthias Neis

11.45 Uhr
Von „edler Einfalt, stiller Größe“ zum Managementexperten?
Kulturakteure zwischen Kulturförderung und Kulturwirtschaft
Dr. Thomas Strittmatter, Kulturberater, Hohen Neuendorf

12.30 Uhr Mittagspause

13.30 Uhr
Kultur und Existenzsicherung - Arbeitsmarktpolitische Strategien im Kultursektor
Bernhard Jirku, ver.di, Berlin

14.15 Uhr
Die Geographie der Kreativen Klasse in Brandenburg
Michael Stützer, Universität Jena
Präsentation Michael Stützer

15.00 Uhr Kaffeepause

15.30 Uhr
Podium mit Kunstgenossenschaftsvertreterinnen
Katrin Roschig, Kunst und Gewerbegenossenschaft Feinkost, Leipzig
Janina Kracht, Kunst + Bau eG, Dresden

16.15 Uhr
Gesellschaftliches und politisches Handeln
Martin Keil, Reinigungsgesellschaft, Dresden

17.00 Uhr Abschlussdiskussion

17.30 Uhr Ende der Veranstaltung

Veranstaltungsort: Wald-Solar-Heim, Brunnenstr. 25, 16225 Eberswalde

0 Kommentare

Neuen Kommentar schreiben

Neuen Kommentar schreiben