Rohkunstbau XVI. ATLANTIS I "Hidden Histories - New Identities"

Rohkunstbau XVI. ATLANTIS I "Hidden Histories - New Identities"

Rohkunstbau XVI. ATLANTIS I "Hidden Histories - New Identities"

Am 11. Juli 2009 wurde auf Schloss Marquardt der XVI. Rohkunstbau zum Thema Atlantis eröffnet, an dem Künstler und Künstlerinnen aus Deutschland und Osteuropa teilnahmen.
Als 20 Jahre zuvor die innereuropäische Grenze verschwand, begegneten sich zwei Welten, deren Unterschiede bis heute sichtbar sind und die erkennen mussten, dass die neue Ordnung an der Seite der EU nicht so leicht zu umzusetzen sein würde, wie manche es sich erhofften.
Im Zentrum der Veranstaltung stand die künstlerische Auseinandersetzung mit diesen Wirklichkeiten, ihre Möglichkeiten und ihre Veränderungen, ihre Herausforderungen: Was bedeutet die Trennung ost- und westeuropäischer Kunst über Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts für ihre gesellschaftliche Wahrnehmung und ihren Einfluss? Was war und ist die Rolle von Kunst in Osteuropa und wie ist ihr Verhältnis zur Politik vor und nach dem Fall des eisernen Vorhangs? Wie hat die Kunst den Wandel der Demokratie begleitet und welche Möglichkeiten bieten sich ihr, demokratische Entwicklung zu befördern? Künstler/innen und Kurator/innen, Journalist/innen und Schriftsteller/innen näherten sich in Gesprächen der Theorie und Wirklichkeit von Demokratie und ihrer Zukunft in Europa.

Im Anschluss an diesen Auftakt zeigte Rohkunstbau, die alljährliche Ausstellung zeitgenössischer, ortsbezogener Kunst, vom 12.07.2009 bis 13.09.2009 zehn Positionen zum Thema ATLANTIS I. Hidden Histories - New Identities. Angelehnt an das Modell des mythischen Atlantis, dessen sich Platon im philosophischen Widerstreit mit Aristoteles um das Modell des Idealstaates bediente, wurde 20 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs die Suche nach verborgenen Geschichten und neuen Identitäten unternommen. Die persönlichen Sichtweisen und Biographien der Künstler kamen in den Werken zur Sprache und als Ausstellungsort hielt das malerisch am Schlänitzsee gelegene Schloss Marquardt zu solch einer Auseinandersetzung reichlich Material bereit.

Die Eröffnungsveranstaltung und die Ausstellung waren Teil des europäischen Projektes ATLANTIS - Hidden Histories – New Identities – European Art 20 years after the Iron Curtain der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg. Die Veranstaltung wurde mit Mitteln der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung gefördert.

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