Rohkunstbau XVIII. MACHT

Rohkunstbau XVIII. MACHT

Rohkunstbau XVIII. MACHT

Rohkunstbau, die traditionsreiche Ausstellungsinstitution für ortsbezogene, zeitgenössische Kunst, brachte im Sommer 2011 zum 18. Mal internationale Künstler/innen zusammen, um deren Arbeiten auf Schloss Marquardt - einem Ort außerhalb des gängigen Kunst­betriebs - in der ländlichen Idylle Brandenburgs einem interessierten Publikum zu präsentieren.

Der XVIII. Rohkunstbau zeigte Arbeiten zum Thema „Macht“ - thematisch frei interpretiert nach dem „Ring des Nibelungen" von Richard Wagner. Dabei bildete das „Rheingold" mit seinem Konfliktstoff von verschmähter Liebe und dem Streben nach Macht den thematischen Hintergrund des ersten Teils des „Rohkunstbau-Rings".

Für die Ausstellung haben sich zehn bildende Künstler/innen aus fünf Na­tionen (Deutschland, Großbritannien, Kolumbien, Neuseeland, Bulgarien) sowohl mit der Symbolik und Interpretationen, als auch mit den Folgen und dem Missbrauch von Macht auseinandergesetzt. In ihren Exponaten, die eigens für Rohkunstbau entstanden sind, brachten sie unterschiedliche Auffassungen von Macht zum Ausdruck: Sei es als Umwandlung von Energie oder als die Fähigkeit des menschlichen Wesens, seine Umwelt zu kontrollieren oder zu manipulieren, sei es befähigende oder unterdrückende Macht. Wagners Gesamtkunstwerk diente bei einigen Arbeiten als Inspiration für musikalische Adaptionen.

Dieses Jahr beteiligten sich am Event Rohkunstbau:
Christoph Brech (Germany) 
Frank Nitsche (Germany)
Judy Millar (New Zealand)
Karin Sander (Germany/Switzerland)
Katinka Pilscheur (Germany)
Marc Brandenburg (Germany)
Mariana Vassileva (Bulgaria/Germany)
Mariele Neudecker (Germany/UK)
Oswaldo Maciá (Columbia/UK)
Simon Faithfull (UK/Germany)

Auch im Jahr 2011 konnte Rohkunstbau an seine vorherigen Erfolge anknüpfen und mehr als 6000 Kunstinteressierte für die Ausstellung in einem außergewöhnlichen und erholsamen Ambiente begeistern. Bei kunstmarkt.com lautet das Fazit denn auch: „Der Ort der Ausstellung, das leider von Jahr zu Jahr weiter verfallende Schloss Marquardt am idyllischen Schlänitzsee, und viele der künstlerischen Arbeiten lohnen wie immer die etwas weitere Anreise.“ Im qjubes-Blog findet man die Werke „scharfsinnig“, „gewitzt“ und „einnehmend“, angesiedelt zwischen Räumen „der katastrophischen Verlassenheit“ und „surreale[n] Landschaften“. Auch kunstundfilm meint: „Als All-inclusive-Ziel für Wochenendausflüge bleibt die Ausstellung einzigartig.“ Für die Zitty „zählt die diesjährige Schau sicher zu den Höhepunkten der Reihe“ und „vereint überwiegend Arbeiten, die sich einfühlsam auf das alte Gebäude einlassen“.

Zu sehen war der XVIII. Rohkunstbau vom 01.07.2011 bis 11.09.2011. Außerdem konnten Bilder der Ausstellung auch auf der Biennale in Venedig betrachtet werden.

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