Rudolf Tschäpe - Ein Porträt

Rudolf Tschäpe - Ein Porträt

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Rudolf Tschäpe war ein Mann, der aufbegehrte, ermutigte, begeisterte und Verantwortung übernahm. Der Gründer der „Mahn- und Gedenkstätte für die Opfer politischer Gewalt“ suchte bereits 1988 MitstreiterInnen, um eine sozialdemokratische Partei zu gründen. Er gehörte ein Jahr später zu den ErstunterzeichnerInnen des NEUEN FORUM.

Gegen viele Widerstände hat der studierte Physiker Rudolf Tschäpe in der ehemaligen DDR Kunstprojekte organisiert, wie etwa 1974 eine Ausstellung für den systemkritischen Künstler Wieland Förster auf dem Telegrafenberg in Potsdam. „Er hat Sachen losgetreten, die für viele im Gegenwartszustand schon wie legendär erschienen“, sagte der Maler Hendrik Grimmling über Tschäpe.

Carola Stabe und Stefan Roloff haben eine Videodokumentation über Rudolf Tschäpe erstellt, um sein Leben und Wirken wieder stärker in das öffentliche Bewusstsein zu rücken. Sie sprachen mit FreundInen und WeggefährtInnen und zeichnen mit den Interviews den Lebensweg eines Menschen nach, der das Leben in Potsdam entscheidend mtgeprägt hat. Nach der Wende hat sich Rudolf Tschäpe verstärkt der Erinnerungskultur gewidmet. Auf seine Initiative hin wurde die Förster-Skulptur „Das Opfer“ im Hof der Lindenstraße 54 und zehn Jahre nach dem Fall der Mauer die Bronzefigur der griechischen Siegesgöttin Nike an der Glienicker Brücke aufgestellt. 2002 ist Rudolf Tschäpe verstorben.

Die Videodokumentation wurde am 09. Dezember 2011 das erste Mal öffentlich gezeigt. Der Film wurde auf die Fassade der Gedenkstätte Lindenstraße 54/55 für die Opfer politischer Gewalt im 20. Jahrhundert in der Lindenstraße 54 in Potsdam projiziert. Wie durch ein geöffnetes Fenster gaben so die erzählten Berichte den Blick frei auf Rudolf Tschäpe, der mit seinen Ideen, seinem Mut und seinem Wunsch, die Gesellschaft zu verbessern, viele Menschen in seiner Umgebung beeindruckt hat.

 

 

Gegen viele Widerstände hat der studierte Physiker Rudolf Tschäpe in der ehemaligen DDR Kunstprojekte organisiert, wie etwa 1974 eine Ausstellung für den systemkritischen Künstler Wieland Förster auf dem Telegrafenberg in Potsdam. „Er hat Sachen losgetreten, die für viele im Gegenwartszustand schon wie legendär erschienen“, sagte der Maler Hendrik Grimmling über Tschäpe.

Die vollständige Gedenkrede für Rudolf Tschäpe ist hier zu finden.

 

Das Projekt wird gefördert duch Mittel des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg.

  

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