Fremdenfeindlichkeit und Rassismus

Fremdenfeindlichkeit und Rassismus

Rassismus tötetRassismus tötet. Urheber/in: strassenstriche.net. Creative Commons License LogoDieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz.

Rassismus geht davon aus, dass Menschen nicht als Individuen, sondern als Teil einer Gruppe bewertet werden müssen. Rassisten unterstellen, dass aus dieser Gruppenzugehörigkeit unveränderliche Eigenschaften, Fähigkeiten oder Charakterzüge erwachsen. Dabei ist ganz klar, dass die eigene Gruppe die höherwertige ist und mehr Rechte besitzt. Unabhängig von seiner Herkunft kann Rassismus jeden Menschen betreffen. Sätze wie „Alle Polen klauen“ oder „Der Deutsche ist pünktlich und zuverlässig“ sind gleichermaßen rassistisch.

Klassischer Rassismus basiert auf der wissenschaftlich längst veralteten These, dass man die Menschheit in verschiedene „Rassen“ einteilen könne. Sie wurden aufgrund körperlicher Merkmale wie der Hautfarbe oder Behaarung unterschieden, von denen auf charakterliche Unterschiede geschlossen wurde. Noch heute hört man oft: „Der Türke an sich…“. Darwins biologische Theorien von der natürlichen Auslese wurden in aufkommende Rassentheorien übernommen und sozialdarwinistisch interpretiert: „Es überlebt der Stärke, die Schwächeren scheiden aus.“

Rassismus ist eine Form von Fremdenfeindlichkeit, die Fremde aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit diskriminiert. Die Feindschaft und Angst vor allem, was gegenüber den vertrauten Lebensumständen als fremd und deshalb bedrohlich empfunden wird, richtet sich gegen Menschen, die sich durch Herkunft, Nationalität (Ausländerfeindlichkeit), Religion (Antisemitismus, Islamophobie) oder eben der Hautfarbe von der eigenen Umwelt unterscheiden.

Folgend finden Sie hilfreiche Materialien und Links, die das Thema vertiefen.

"Stichworte zu Rassismus. Eine Diskussionsgrundlage" der Schweizer Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus (pdf)

"... und welcher Rasse gehören Sie an? Zur Problematik des Begriffs "Rasse" in der Gesetzgebung" von Hendrik Cremer
Deutsches Institut für Menschenrechte