Rechtsextremismus

Rechtsextremismus

Neonazi-Demonstration am 2. April 2005 in MünchenNeonazi-Demonstration am 2. April 2005 in München. Urheber/in: Rufus46. Creative Commons License LogoDieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz.

Der Begriff „Rechtsextremismus“ ist eine Sammelbezeichnung, die mehrere Dimensionen umfasst: Ausländerfeindlichkeit, Chauvinismus, Sozialdarwinismus, Befürwortung einer rechtsautoritären Diktatur, Verharmlosung des Nationalsozialismus und Antisemitismus. Die Wissenschaft diskutiert jedoch noch darum, wie genau das Feld des Rechtsextremen abgesteckt werden soll.

2006 definierten elf führende Sozialwissenschaftler das Phänomen: „Der Rechtsextremismus ist ein Einstellungsmuster, dessen verbindendes Kennzeichen Ungleichwertigkeitsvorstellungen darstellen. Diese äußern sich im politischen Bereich in der Affinität zu diktatorischen Regierungsformen, chauvinistischen Einstellungen und einer Verharmlosung bzw. Rechtfertigung des Nationalsozialismus. Im sozialen Bereich sind sie gekennzeichnet durch antisemitische, fremdenfeindliche und sozialdarwinistische Einstellungen.“

Fest steht, dass rechtsextreme Menschen von einer „Ideologie der Ungleichwertigkeit“ ausgehen. Sie sind schlicht der Meinung, dass einige Menschen mehr wert sind als andere. Der Begriff „Rechtsextremismus“ erweckt den Anschein, dass solche Einstellungen lediglich als Randphänomen auftauchen, dabei sind die einzelnen Elemente rechtsextremer Ideologien in der Mitte der Gesellschaft durchaus genauso anzufinden, wie jüngste Studien belegen.

An dieser Stelle stellen wir Ihnen weiterführende Materialien zur Verfügung.

Argumentationshilfe gegen die "Schulhof-CD" der NPD
Herausgegeben von Argumente & Kultur gegen Rechts e.V und Arbeitsstelle Rechtsextremismus Miteinander e.V.

"Streiten mit Neonazis? – Zum Umgang mit öffentlichen Auftritten von Rechtsextremisten"
Herausgegeben von Miteinander e.V. – Arbeitsstelle Rechtsextremismus (pdf)

Gefährliche Liebschaften. Rechtsextremismus im kleinen Grenzverkehr
Herausgegeben von der Heinrich-Böll-Stiftung und dem Kulturbüro Sachsen (pdf)

"Rechtsextreme Einstellungen von BerufsschülerInnen. Eine empirische Studie." von Michael Nattke
 Herausgegeben von der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen (pdf)

"Investigate Thor Steinar - Die kritische Auseinandersetzung mit einer umstrittenen Marke"
Herausgegeben von der Recherchegruppe "Investigate Thor Steinar" (pdf)

"Im Verein - gegen Vereinnahmung. Eine Handreichung zum Umgang mit rechtsextremen Mitgliedern"
Herausgegeben von der Regionalen Arbeitsstelle für Bildung, Integration und Demokratie (RAA) Mecklenburg-Vorpommern e.V. (pdf)

"Was tun nach einem rechten Angriff?"
Herausgegeben von der Opferperspektive Brandenburg e.V. (pdf)

"Wir lassen uns das Wort nicht nehmen! Empfehlungen zum Umgang mit rechtsextremen Besucher/innen bei Veranstaltungen" Herausgeben von der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR), Netzwerkstellen [moskito] und Licht-Blicke, Antifaschistisches Pressearchiv und Bildungszentrum in Berlin - apabiz e.V. (pdf) 

"Was Demokraten gegen Rechtsextreme tun können." - Handreichungen zum Handeln.
Herausgegeben von dem Aktionsbündnis gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit. (pdf)