Projektbeschreibung - ORTSBEGEHUNG

Projektbeschreibung - ORTSBEGEHUNG

Das Modellprojekt „ORTSBEGEHUNG – Stadtrecherchen zu Shoah und Täterschaft“ fördert die lokale Auseinandersetzung mit NS-Täter/innenschaft und Antisemitismus. Aktuelle Studien zeigen immer wieder, dass antisemitische und andere menschenfeindliche Einstellungen in Deutschland quer durch alle Gesellschaftsschichten weit verbreitet sind. Die Auseinandersetzung mit der Geschichte des Nationalsozialismus und seiner Massenverbrechen ist eine wichtige Voraussetzung für eine aktuelle Positionierung gegenüber Antisemitismus. Lokale Recherchen zu den Täter/innen und Strukturen der Shoah haben in der historisch-politischen Bildungsarbeit bisher kaum Beachtung gefunden. Um Fragen nach den Ursachen der NS-Massenverbrechen nachzugehen, ist jedoch eine Auseinandersetzung mit Täter/innenschaft sowie den gesellschaftspolitischen Strukturen  im Nationalsozialismus wichtig. Das Projekt „ORTSBEGEHUNG – Stadtrecherchen zu Shoah und Täterschaft“ ermöglicht es Jugendlichen, sich durch begleitete Recherchearbeiten in der lokalen Stadtgeschichte, mit diesen Fragen aktiv auseinander zu setzen und Diskussionen über das eigene Handeln in der Gegenwart anzustoßen. Durch die Verbindung von historischer Wissensvermittlung und künstlerischer Verarbeitung dieser, erlangen die Jugendlichen einen persönlichen Zugang zum Thema, das sie ganz individuell künstlerisch bearbeiten können. Die erarbeiteten Kunstwerke werden an einem öffentlichen Ort in dem Wohnort der Jugendlichen präsentiert.

In Brandenburg fand im Jahr 2013 bereits eine Ausstellung in Eberswalde statt, 2014 wird es Ausstellungen in Brandenburg an der Havel und Trebbin geben.

Das Projekt findet in Zusammenarbeit mit Weiterdenken - Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen statt. Dort fanden bereits Ausstellungen in Freiberg und Döbeln statt.

 

0 Kommentare

Neuen Kommentar schreiben

Neuen Kommentar schreiben