Valérie Favre

Valérie Favre

Valérie Favre  Rohkunstbau 2013

morality/moral moral as necessity, morality of existence, morality of the genre, morality right now, morality of children, morality of  substitution, morality of forgetfulnesses, morality of engendering, moral as objective, absolute morality, masculine morality, morality as  obstacle, morality of relinquishment, morality of tomorrow, transgressive morality, conscientious morality, imaginary morality, morality with no tomorrow, morality of obedience, foreign moralities, recovered morality, political morality, animal morality, moral invisible,  audacious moral, symbolic morality, universal morality, writerly morality, crude morality, historic moral, cow-boy moral, true grit moral,  religious morality, morality of administrators, shook up moral, posthumous morality, ambulant morality, sexual morality, private  morality, revolutionary morality, medical morality, moral as synthesis, contemporary morality, leaded morality, cinematic morality,  habitual morality, logical morality, silent morality, moral of representations, untruthful morality, methodic morality, misplaced morality, paradoxical morality, poetic morality, morality in crisis, harmless morality, strategic morality, morality as tool of influence, moral  attempt, hidden morality, wear and tear morality

Valérie Favres Arbeiten befassen sich mit eher düsteren Themen. In Ihrer Selbstmordserie stellt sie bspw. verschiedene Varianten der Selbsttötung dar – ob erstochen, erhängt, ertrunken, inszeniert oder nicht – nichts bleibt unentdeckt und unerwähnt. Favres Zyklus umfasst inzwischen über 70 Gemälde, inspiriert aus dem täglichen Geschehen, resümiert durch die Medien oder von Geschichte und Fiktion; Figuren wie Romeo und Julia, Cleopatra und Kurt Cobain finden sich von der Künstlerin in pastoser Malerei auf die Leinwand gebannt. Ihre Farbwahl ist dabei reduziert auf Grau- und Schwarztöne, mit Gelb/Grün als Kontrast für die Figuren. Auch ihre „Ghost“-Serie zeigt in düsterem Grau und abgedunkeltem Weiß Umrisse mysteriöser Gestalten.

Das Diptychon “Moral” ist Teil dieser Serie, das die Künstlerin bereits 2012 für Rohkunstbau  entworfen und fertig gestellt hatte. Es besteht aus zwei in grauen Tönen mit zartem Weißschleier bemalten Leinwänden in deren Mitte eine kleine Seifenskulptur installiert ist. Den abgebrochenen Seifenblock, auf dem noch “extra pur 72” als Prägung zu erkennen ist, hat die Künstlerin auf einem Dijonsenfdeckel zwischen den beiden Gemälden arrangiert. “Extra Pur”, ist eine Reinheitsbekundung; und Seife, - einen besseren Gegenstand gibt es wohl kaum, um Reinheit zu symbolisieren – ist als ein Zeichen moralisch einwandfrei und ein Mittel, um den Schmutz von sich abzuwaschen. Die beiden Gemälde könnten jeweils das Negativ des anderen sein – ein kleines verschnörkeltes Zeichen findet sich bei beiden am unteren Bildrand, es wirkt wie eine Abwandlung des Symbols für die Ewigkeit und zeigt den ewigen Kreislauf von Schuld und Sühne.

Einzelausstellungen (Auswahl)
2013 Suicide/Selbstmord, N.B.K., Berlin, Germany
2009 -10 Valérie Favre. Visiong (touring exhibition), Carré d‘Art Contemporain de Nimes & Kunstmuseum Lucerne, Switzerland
2008 Operette, Kunstverein Ulm, Germany
2006 Der Dritte Bruder Grimm, Haus am Waldsee, Berlin, Germany
2004 Schiesserei im Schlafwald, Westfälischer Kunstverein, Münster, Germany

Gruppenausstellungen (Auswahl)
2013 Geist und Form, ten painters from Berlin, Grünewald Gallery, Indiana University, USA
2012 Beyond Memory, Museum on the Seam, Jerusalem, Israel
2011-12 I am a Berliner (touring exhibition), Gallery of Croatian Association of Artist, Zagreb, Croatia; Tel Aviv Museum of Art, Israel; Convento Carmelo, Sassari, Italy
2010 Intensiv Station - Künstlerräume in K21, Ständehaus, K20K21 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Dusseldorf, Germany
2009 Elles, Musée national d‘Art moderne, Centre Georges Pompidou, Paris, France
2008 Les chemins de la peinture, Musée d‘Art Moderne et d‘Art Contemporain, Nice, France

0 Kommentare

Neuen Kommentar schreiben

Neuen Kommentar schreiben