Intelligent wachsen. Die grüne Revolution

Intelligent wachsen. Die grüne Revolution

300 Jahre Nachhaltigkeit sind ein guter Anlass die Eberswalder Nachhaltigkeitsgesellschaft ins Leben zu rufen, die sich viermal im Jahr trifft, um aktuelle Themen nachhaltiger Entwicklung zu diskutieren. Die Reihe findet in Kooperation mit der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung und der Stadt Eberswalde statt. Zum Auftakt sprachen wir mit Ralf Fücks über sein neues Buch „Intelligent wachsen. Die grüne Revolution“.

 

In der ganzen Welt streben die Menschen nach Wohlstand, orientieren sich am europäischen und amerikanischen Modell von Arbeiten, Wohnen und Leben. Die aufstrebenden Ökonomien des Südens – China, Indien, Brasilien – haben ein beeindruckendes Tempo. Das entsprechende Wachstum wird die Grenzen unseres Planeten, die der Klimawandel, die Begrenztheit des Bodens und des Wassers setzt, schnell überfordern. Ein anderes Modell als Alternative zur traditionellen Ökonomie, eine neue grüne Revolution, ist notwendig. Ralf Fücks stellte im Gespräch mit Pierre Ibisch seine Thesen für eine ökonomische grüne Perspektive vor, die auf ein anderes respektvolles und lernendes Verhältnis zur Natur setzen.

 

Bei der Diskussion zwischen Ralf Fücks, und Pierre Ibisch, wurden viele Fragen in den Raum gestellt. Sollten wir unseren Konsum einstellen, um einen ökonomischen und ökologischen Erfolg zu erreichen? – Laut Fücks sei dies ist nicht wirklich durchsetzbar, da viele mit dem Konsum leben und sich nicht vom Gegenteil überzeugen lassen. Ebenso würden einige ökonomischen und ökologischen Erfolge durch technologische Entwicklungen gefördert. In der Diskussion wurden verschiedene Ansichten zu der Frage geäußert, ob die Richtung, die wir eingeschlagen haben die richtige sei? – Doch im Großen und Ganzen war man sich einig, dass die Richtung, auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Gesellschaft nicht schlecht ist. Man hätte Entscheidungen anders treffen können, doch es ist nie zu spät. Ibisch wies darauf hin, dass uns der Schaden, den wir anrichten, zu wenig bewusst ist. – Zum Beispiel durch vermehrtes Fahren mit dem Auto verunreinigen wir die Luft. Doch vielen ist nicht bewusst, welche Ausmaße die Luftverschmutzung dadurch angenommen hat und welche Folgen das haben kann. Gleichzeitig kann man aber auch nicht sagen, dass unsere Luft zum Beispiel rein ist, denn Pekings Smok ist unser Smok.

Pierre Ibisch stellte fest, dass die grüne Revolution auch oft als schwarze Revolution bezeichnet wird, weil die Industrie immer noch stark vom Erdöl abhängt. Unter anderem wurde diskutiert, ob es eine Lösung sein kann, dass wenn wir den Menschen den Naturschutz näher bringen, viele in die Stadt ziehen und unsere Natur damit nicht mehr großen Belastungen ausgesetzt ist (z.B. Wälder). Beide Referenten, Ralf Fücks sowie Pierre Ibisch waren sich einig, dass es der erste Schritt sein muss über dieses Thema zu reden und dass wir schon gute Ansätze zur Nachhaltigkeit haben.

Am Schluss blieb aber doch die Frage von Ralf Fücks im Kopf, „Wer trägt die Verantwortung für die Zukunft des Planeten?“

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