Das Projekt MOSAIK - Stärkung von Vielfalt auf drei Ebenen

Das Projekt MOSAIK - Stärkung von Vielfalt auf drei Ebenen

Mosaik

Ziel des dreijährigen Projekts „MOSAIK - Märkische Orte für soziale, arbeitsmarktpolitische und interkulturelle Kompetenz“ der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg ist die Schärfung des öffentlichen Bewusstseins für demokratische Werte und die Schaffung einer positiven Wertschätzung von Vielfalt. Angestrebt ist dabei eine Nivellierung von Diskriminierungen auf dem Arbeitsmarkt sowie auf weiteren gesellschaftlichen Ebenen. Hintergrund des Projekts ist, dass aufgrund des demografischen Wandels vor allem in Regionen, die von sozialräumlicher Benachteiligung betroffen sind, abwertende und ausgrenzende Einstellungen gegenüber schwachen Gruppen zunehmen können.

Das Projekt richtet sich an Jugendliche und Erwachsene. Dabei fokussiert das Projekt auf drei zentrale Zielgruppen in unterschiedlichen städtischen Sozialräumen: Gemeinderät/innen, die aktive Zivilgesellschaft in Vereinen und Jugendliche an der Schwelle zum Beruf oder zur Ausbildung. Für diese drei Gruppen werden Bildungsangebote entwickelt, angeboten und durchgeführt, die konkrete Handlungsmöglichkeiten zur Umsetzung und Akzeptanz von kultureller Vielfalt in der städtischen Gesellschaft anbieten.

 

Sozialraum Gemeinderat:

An Gemeinderät/innen richtet sich ein Blended Learning-Fortbildungsangebot. Es besteht aus 8 digitalen Modulen und 4 Präsenzseminaren, an denen jeweils 10-12 Gemeinderät/innen teilnehmen können. Die Fortbildung fokussiert auf die Schwerpunkte Diversity und interkulturelle Kompetenz, um die Hauptakteur/innen des kommunalen Raums zu befähigen, den Herausforderungen des demografischen Wandels und seiner arbeitsmarktpolitischen Folgen aktiv entgegen zu wirken. Dabei wird Diversity als Handlungskonzept für Kommunen verstanden, das ein positives Standortmarketing unterstützt. Die Fortbildung wird mit der Erstellung eines Maßnahmenkatalogs für die Kommune abgeschlossen. Ziel ist die Unterstützung der Kommunen bei der Bewältigung der Probleme, die durch demografischen Wandel bzw. Abwanderung und Fachkräftemangel entstehen.  Die positive Bewertung und Akzeptanz kultureller Vielfalt spielt dabei eine herausragende Rolle. Bei Bedarf kann der Kurs auch für Verwaltungsangestellte entwickelt und angeboten werden.

 

Sozialraum Verein:

Ein zentraler Ort zivilgesellschaftlichen Engagements sind Vereine. Speziell an deren Mitglieder richtet sich ein Workshop-Angebot, bei dem Vereine und externe Expert/innen gemeinsam lernen. Bis zu 30 Personen setzen sich in mehrtägigen Workshops mit einem Thema auseinander, das mit ihrem Interessengebiet zusammenhängt. Die Konstellation bringt Bekanntes und Fremdes zusammen. Über die Auseinandersetzung und die Diskussion mit Personen, die einen anderen sozialen und/oder kulturellen Hintergrund haben, werden eigene Überzeugungen und Werte reflektiert. Wenn sich ein Anglerverein mit der Küche des japanischen Sushi auseinandersetzt, wird nicht nur der Geschmack des heimischen Fisches getestet, sondern auch der kulturelle Unterschied zum Thema. Spielerisch entsteht ein Kommunikationsort für Toleranz, der das Alltägliche thematisiert.

 

Sozialraum außerschulische Jugendarbeit:

Insbesondere an engagierte Jugendliche richtet sich ein mehrtägiges Workshop-Angebot unter dem Titel "Planet Work - Planet Arbeit". In dem Workshop werden die Veränderung der Arbeitswelt u.a. durch die Globalisierung sowie deren Auswirkungen auf die Lebens- und Arbeitswelt der Jugendlichen vor Ort thematisiert. In drei Lernschritten werden die Themen zunächst in lebensweltlich getrennten Lerngruppen mit jeweils 10-15 Jugendlichen, später gemeinsam bearbeitet. Nach Abschluss der Workshops können sich die Jugendlichen besser in der Arbeitswelt orientieren, haben Vorurteile abgebaut, Selbstbewusstsein hinzugewonnen und sind in der Lage, sich mit der gesellschaftlichen Zukunft auseinanderzusetzen und diese aktiv mitzugestalten. Weitere Informationen zum Teilprojekt "Planet Work - Planet Arbeit".

 

Das Projekt MOSAIK der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg wird gefördert im Rahmen des XENOS-Programms "Integration und Vielfalt" durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds.

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