Weiterbildung: Vielfalt in der Kommune als Herausforderung und Chance

Weiterbildung: Vielfalt in der Kommune als Herausforderung und Chance

Urheber/in: Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg e.V.. All rights reserved.

In den kommenden Jahren werden die Folgen des demografischen Wandels auch für Kommunen in Brandenburg immer deutlicher zu spüren sein. Schon heute zeichnet sich gerade in den ländlichen Regionen der ostdeutschen Bundesländer ein erhöhter Bedarf an Fachkräften ab. Unsere Gesellschaft wird allerdings nicht nur älter und weniger, sondern auch bunter. Die Vielfalt der Menschen, ihrer Lebensweisen, Fähigkeiten und sozialen und kulturellen Herkunft, prägen diese schon heute das Bild vieler Kommunen. Diese Vielfalt wahrzunehmen, die Potenziale jedes und jeder Einzelnen anzuerkennen und für die Entwicklung der Kommune als Chance zu begreifen ist ein Weg, die Kommune als Standort zu fördern und den Auswirkungen des demografischen Wandels in den Kommunen entgegenzutreten.

Das Weiterbildungsangebot "Vielfalt in der Kommune als Herausforderung und Chance" der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg vermittelt Kommunalpolitiker/innen Kompetenzen, um Vielfalt vor Ort als Potenzial für die kommunale Entwicklung zu fördern. Dabei wird die Öffnung für Vielfalt als Handlungskonzept für Kommunen verstanden, um die Attraktivität der eigenen Kommune als Lebens- und Arbeitsort für vielfältige Menschen und Unternehmen zu erhöhen. Die Fortbildung unterstützt Kommunen darin, gesellschaftliche Vielfalt als Chance für die kommunale Entwicklung zu begreifen und ein offenes, diskriminierungsfreies Stadtklima zu schaffen. Gemeinsam sollen mögliche Maßnahmen und politische Strategien entwickelt werden, die sich in der jeweiligen Kommune anwenden lassen.

 

Vielfalt als Chance - Was bietet die Weiterbildung?

  • Grundlegendes Verständnis des Konzeptes der »Vielfalt« mit der Grundidee einer Anerkennung und Wertschätzung der Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Menschen
  • Diskussion der positiven Effekte einer Öffnung für Vielfalt für die Kommune
  • Kenntnisse eines »Diversity Management« als ein Instrument im Umgang mit Vielfalt
  • Kenntnisse über Handlungsmöglichkeiten, Strategien und Praxisbeispiele zur Stärkung der Vielfalt in der Kommune
  • Erfahrungsaustausch mit Expert/innen anderer Kommunen und die Möglichkeit, eigene praktische Erfahrungen einzubringen und gemeinsam Lösungsansätze für die Kommune zu erarbeiten
  • Kompetenzen zur Entwicklung einer Leitlinie, Maßnahmenkatalog zur Förderung der Vielfalt
  • Zertifikat bei erfolgreichem Abschluss.

 

Verantwortung für die Kommune - An wen richtet sich die Weiterbildung?

Die Weiterbildung richtet sich in erster Linie an Stadtverordnete, Gemeindevertreter/innen und Kommunalpolitiker/innen, aber auch an Mitarbeiter/innen der Stadtverwaltung und Engagierte in Vereinen und Initiativen, die daran interessiert sind, in ihrer Kommune die positive Wertschätzung von Vielfalt und ein offenes und tolerantes Stadtklima zu verankern und zu fördern. Als politische Entscheidungsträger/innen haben sie die Möglichkeit über eine Öffnung für Vielfalt die Kommune als einen attraktiven Lebens- und Arbeitsort zu gestalten.

 

Weiterbildung durch Blended-Learning - Wie läuft die Weiterbildung ab?

Die Lernstunden der Weiterbildung verteilen sich über circa drei Monate. Das Lernen verbindet vier gemeinsame Seminartermine in ihrer Region mit Selbstlernphasen über das Internet, bei denen die Lektionen nach eigener Zeiteinteilung bearbeitet werden. Die Selbstlernphasen am PC werden von erfahrenen Tutor/innen betreut. Den eigenen Lernfortschritt können die Teilnehmer/innen regelmäßig mit Übungen und Testaufgaben überprüfen.
Die Seminare vor Ort sind als Abendtermine organisiert. Sie dienen der gemeinsamen Diskussion des bearbeiteten Stoffes und bieten Raum für Austausch. Zusätzlich werden Expert/innen (z.B. Demograf/innen, Vertreter/innen erfolgreicher Kommunen im Bereich der Öffnung für Vielfalt, Unternehmensvertreter/innen) eingeladen, die eigene Erfahrungen vorstellen und so zusätzliche Informationen und praktische Umsetzungshilfen bieten.

 

 

0 Kommentare

Neuen Kommentar schreiben

Neuen Kommentar schreiben