Landgrabbing in Brandenburg - was tun?

Landgrabbing in Brandenburg - was tun?

Feld in Brandenburg

Landgrabbing ist längst ein Phänomen, das auch für den ostdeutschen ländlichen Raum diskutiert werden muss. Das gezielte Kaufen von Land durch Spekulant/innen und nichtlandwirtschaftliche Investor/innen wird öffentlich kaum bemerkt, die Landwirtschaft erfährt dadurch jedoch einen radikalen Wandel. Agrarland ist in den vergangenen Jahren zu einer Wertanlage geworden.

Auch in Brandenburg scheint der Boden eine sichere Investition zu sein. Kapitalgesellschaften und Großkonzerne kaufen in großem Maß Landwirtschaftsbetriebe mitsamt den zugehörigen Ländereien. Befördert wird dies durch die Überbleibsel der LPG-Strukturen und unterstützt durch die derzeitige Politik.  Für kleinere Betriebe, Junglandwirt/innen als auch für Öko-Landwirt/innen bleibt es schwierig eigene Flächen zu halten oder neue dazu zu bekommen. Seit 2006 sind die Boden- und Pachtpreise in Ostdeutschland um 132 Prozent gestiegen. Die Gewinne aus dieser Entwicklung kommen nur selten den regionalen Strukturen zugute. Landgrabbing verändert immer stärker das soziale und ökologische Aussehen des ländlichen Raums in Brandenburg.

In einem Fachgespräch am 21. Feburar 2014 sprachen wir über Hintergründe und Auswirkungen des Landgrabbing in Brandenburg. Wie entwickelt sich 25 Jahre nach der Wende die Agrarwirtschaft in Brandenburg? Wie kann eine weitere Konzentration des Bodens in den Händen weniger finanzstarker Investor/innen politisch verhindert werden? Welche Alternativmodelle für die Förderung bäuerlicher Landwirtschaft und die Gestaltung des ländlichen Raumes kann es für Brandenburg geben?

 

 

Programm

11:00 Uhr: Willkommen

11:30 Uhr:
Einführung - Hintergründe und Auswirkungen von Landgrabbing in Brandenburg mit:
Carlo Horn // Naturland-Berater
Peter Pollack // letzter Landwirtschaftsminister der DDR

13:15 Uhr: Mittagspause

14:00 Uhr:
Alternativmodelle - Wege aus der Tatenlosigkeit mit:
Axel Vogel //Fraktionsvorsitzender B90/Grüne im Landtag Brandenburg
Willi Lehnert // Bündnis Junge Landwirtschaft
Uwe Greff // BioBodenGesellschaft, GLS Bank
Stefan Palme // gut-Wilmersdorf
Christian Heymann // SpeiseGut

16:30 Uhr: Ausklang

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