Vereinswerkstatt "Für die Freiheit der Sprache"

Vereinswerkstatt "Für die Freiheit der Sprache"

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Gehörlose müssen Musik für sich anders definieren. Gebärdenpoesie ist eine Form der Chorarbeit. In Gebärdensprache werden gemeinschaftlich Texte interpretiert. Dies zusammen mit einem Gesangchor macht das Chorerlebnis für Augen und Ohren zu einer besonderen Erfahrung. Der Gebärdenchor Berlin traf sich zwei Mal mit dem Chor der evangelischen Kirchengemeinde Nieder Neuendorf „3klang“, bevor es am 9. November 2014 zum gemeinsamen Konzert kam. Der 9. November 1989 war auch für Gehörlose in der DDR ein besonderes Datum. Die Gebärdensprache wurde anerkannt und so gewannen die Gehörlosen doppelte Freiheit mit der Wende. Freiheit im Denken und Erweiterung des eigenen Horizonts standen auch im Zentrum der dreifachen Begegnung.

Die Vereinswerkstätten der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg ermöglichen Begegnungen zwischen ähnlichen und doch unterschiedlichen Vereinen, Gruppen und Menschen.
Die Vereinswerkstätten finden im Projekt "MOSAIK - Märkische Orte für soziale, arbeitsmarktpolitische und interkulturelle Kompetenz" der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg statt, das im Rahmen des Bundesprogramms "XENOS - Integration und Vielfalt" durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert wird.

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1 Kommentar

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Silvana Matuschek

Es ist beispielgebend, wie zwei solch unterschiedliche Chöre zusammen musizieren können und damit solch ein breites Publikum anspricht, daß verschiedener nicht sein könnte.
Und das im Endeffekt doch nur diese eine Botschaft "gehört" und gefeiert wird, ist für alle das Wichtigste: Gott ist für uns alle da!
Gott hat uns lieb!