Wir trauern mit Paris

Wir trauern mit Paris

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128 Tote bei Anschlägen in Paris. Bombenexplosionen in der Nähe des Stade de France und im 10. und 11. Arrondissement. Das sind die Viertel mit dem Place de la Bastille und dem Place de la République. Beide Plätze sind Symbole der französischen Republik, immer wieder Orte der politischen Demonstration für Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Vier Terroristen in einem Konzertsaal mit 1500 Menschen, drei von Ihnen sprengen sich in die Luft. Ein Schock, der mir heute morgen die Sprache verschlagen hat.

Die Erinnerung an den 11. September 2001 wird wach. Präsident Hollande hat den Ausnahmezustand ausgerufen und einen erbarmungslosen Kampf gegen den Terror angekündigt. Die Vermutung, dass sich die Terroristen dem "Islamischen Staat" zurechnen liegt nahe. Hollande spricht mittlerweile von einem Kriegsakt. Wird der Kampf gegen den IS in Syrien, im Irak und den anderen Staaten nun zum heißen Krieg auch für uns? Auf diese Frage gibt es wohl im Moment noch keine Antwort. Aber wir müssen nach diesen Anschlägen wohl mit allem rechnen. 

Was heißt dies alles für uns als aktive Zivilgesellschaft?

Wir  sind heute zusammengekommen um über Willkommenskultur  und über eine tolerante und vielfältige Gesellschaft zu sprechen. Für diese Gesellschaft treten wir ein. Wir werden diese demokratische Gesellschaft, die laizistisch und im Respekt voreinander organisiert ist,  verteidigen. Wir treten ein für eine lebendige Demokratie. Wir leben diese Demokratie und werden sie nicht zerstören lassen.

Auch bei uns wird sich die Angst vor Menschen muslimischen Glaubens verstärken. Dem dürfen wir nicht nachgeben. Es darf keine pauschalen Verurteilungen geben. Auch die Vorurteile gegen Flüchtlinge muslimischen Glaubens werden sich verstärken. Dagegen werden wir eintreten, denn die Flüchtlinge sind selbst auf der Flucht vor Terror, Krieg und willkürlicher Gewaltherrschaft. Verteidigen wir die Freiheit und Demokratie, indem wir sie leben und uns ihrer Werte bewusst sind. 

 Als HBS Brandenburg werden wir Ihnen aktuelle Gesprächsangebote zum Thema machen.

 

Beitrag von Inka Thunecke während der Tagung „Nach dem Willkommen das Bleiben“ am 14.11.2015 um 12.00 Uhr.

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