Klimanauten aus ganz Brandenburg, vereinigt euch!

Klimanauten aus ganz Brandenburg, vereinigt euch!

Urheber/in: Heinrich Böll Stiftung Brandenburg. Creative Commons License LogoDieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz.

Am Samstag, dem 11. März trafen sich VertreterInnen aus fast allen neun bestehenden Klimanauten-Gruppen in Potsdam zum Austausch und Kennenlernen.

„Abendgesellschaften für Ressourcenschutz in Reichweite“ heißt der etwas sperrige Untertitel unsere von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt DBU geförderten Projekt „Klimanauten“. Im letzten Jahr haben sich an neun Orten in Brandenburg Nachbarn zusammengefunden, um sich über Klima- und Ressourcenschutz im eigenen Haushalt auszutauschen. Als Leitfaden gibt es das Klimanauten-Handbuch mit den sechs Themenkapiteln Lebensmittel, Strom&Wärme, Wasser, Müll&Ressourcen, Mobilität und Finanzen. Jedes dieser Themen bekam in den Gruppen einen Abend gewidmet, für den man sich meistens privat reihum zu Hause getroffen hat. Oft war der Handbuch-Inhalt nur die erste Hälfte an thematischen Anstößen fürs eigene Handeln. Wertvoller waren oft noch die Tipps und Tricks, die sich die Nachbarn in meist geselliger Runde um den Esstisch gegeben haben.

In ganz Brandenburg gibt es bereits neun Gruppen und etwa 100 aktive Klimanauten. Ihre Motivation ist divers: Nachbarn kennenlernen, Geld sparen, wertvolle Tipps zum Ressourcenschutz bekommen oder auch die Neugier auf die etwas ungewöhnliche Methode. Gut 30 von ihnen waren der Einladung zum großen Brandenburger Klimanauten-Treffen nach Potsdam am 11.3.2017 gefolgt. Hier ging es darum, Erfahrungen auszutauschen, sich zu vernetzen und gemeinsam nachzudenken, wie die Gruppen nach dem siebten Treffen weiter funktionieren können und wie die Klimanauten-Idee weiter ins Land getragen werden kann.

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Um 11 Uhr traf sich ein kleinerer Kreis von MultiplikatorInnen. Diese möchten in ihren Orten die Klimanauten in dieser oder anderer Form weiterführen. Wie das entstehen einer neuen Klimanautengruppe gelingen kann, darüber tauschte sich die Gruppe aus.

Nach eineinhalb Jahren hat Julian Gröger als Projektverantwortlicher einige Erfahrungen sammeln können. Dabei liefen die Klimanauten nicht nur in Brandenburg, sondern auch in Schleswig-Holstein und Thüringen an mehreren Orten an. Diesen Erfahrungsschatz konnten die Teilnehmenden mit nach Hause nehmen. In Trebbin wird es im Bahnhofsgebäude Donnerstags Abends weiterhin Klimanauten-Themenabende geben, eine Glühbirnen-LED-Tauschaktion ist in der Vorbereitung. In Kleinmachnow will man sich an die Schulen wenden. An einigen anderen Orten sollen weitere Gruppen entstehen, für die ab sofort von den derzeitigen Klimanauten geworben wird.

Um 15 Uhr kamen dann die übrigen Klimanauten. An vier Tischen wurde sich über die Kurs-Highlights, über die Zukunft der Klimanauten oder darüber ausgetauscht, was eigentlich noch gefehlt hat. Zum Abschluss war Dr. Jascha Lehmann vom Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung (PIK) so freundlich, der Gruppe den neuesten Stand der Forschung zum Klimawandel mitzuteilen. Der Vortrag endete mit der Frage, warum so wenig passiert, wenn die Faktenlage so klar wie bedrohlich ist und wir eigentlich genug Instrumente zum Handeln haben. Genau an dieser Frage setzen die Klimanauten an. Den Klimaschutz aus den Verhandlungshallen der Klimakonferenzen heraus in die privaten vier Wände zu holen. Wer Interesse hat sich einer Gruppe anzuschließen oder mehr Informationen möchte, der melde sich bitte bei Julian Gröger. Weitere Infos finden Sie unter www.klimanauten.de
 

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