XXIII. ROHKUNSTBAU 2017

XXIII. ROHKUNSTBAU 2017

Urheber/in: Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg. All rights reserved.

 

ROHKUNSTBAU XXIII kommt in den Spreewald!

 

1.7.2017-10.9.2017
Samstag & Sonntag, 12:00 - 18:00 Uhr
Eröffnung 1. Juli 2017
Schloss Lieberose, Brandenburg
Arbeiten von 11 internationalen Künstlerinnen und Künstlern

Im Schloss Lieberose zeigt ROHKUNSTBAU XXIII diesen Sommer Kunstwerke, die sich dem Thema der Fremde widmen. Die Ausstellung entwirft ein positives Verständnis von Andersheit und unterstreicht die kreativen Aspekten, die in der Auseinandersetzung mit Differenz bestehen.

In ihren Kunstwerken setzten sich die Künstler/innen mit Fragen nach dem Wert von Differenz auseinander: Was macht die oftmals beschriebene Angst vor dem Fremden mit der Gesellschaft? Können künstlerische Perspektiven die angebliche Kluft zwischen dem Fremden und dem Eigenen enttarnen? Was ist nötig, um die oftmals vereinfachenden Diskussionen um das Thema Andersheit in konstruktivere Bahnen zu leiten?

Der XXIII. ROHKUNSTBAU spinnt damit die Fäden der letztjährigen Ausstellungen Zwischen den Welten – Between the Worlds  mit einem Fokus auf Kinderrechten, und Der Spiegel der Anderen – Mirror of Alterity, künstlerische Auseinandersetzungen mit dem aktuellen Fluchtgeschehen, weiter.

Im diesjährigen ROHKUNSTBAU richtet Kurator Mark Gisbourne den Blick auf die Schönheit im Anderen. Die Ausstellung sucht nach einem differenzierten Blick auf die vielen Nuancen von Differenz und Andersheit. Als Ausgangspunkt dient den Künstler/innen dabei die Perspektive des Spiegels. Das Spiegelbild prägt unser Bild von uns selbst. Es schafft die Distanz zum „Anderen“, den wir in Abgrenzung zu uns wahrnehmen und von dem wir uns im gleichen Moment ein Bild schaffen. Diese Grundannahme und Tätigkeit menschlicher Wahrnehmung bildet den Ausgangpunkt für die Ausstellung, aber auch für die gesellschaftliche Konstruktion von „Andersheit“. Wir sehen uns im Spiegel und wir erkennen uns im Spiegel. Und wie sieht der Spiegel der „Anderen“ aus?

Die Spiegelung bildet den Start künstlerischer Recherchen und Reflektionen zum Thema Fremdheit. Die in den letzten Jahren verschärft geführten Debatten über Asyl und Flucht wurden von Vorurteilen bis hin zur Unkenntnis angefacht. Das jeweils aktuell verfügbare Wissen, Halbwissen, aber auch das Nicht-Wissen über die „Anderen“ und die damit verbundenen Vorstellungen, Klischees und Vorurteile breiteten sich durch stetige und immer schneller beschleunigte mediale Kommunikation rasant aus. Das Bild von den „Anderen“, und damit das Bild von uns selbst, verwandelte sich in kürzester Zeit.

Aktuelle gesellschaftliche Prozesse stehen so auch im Spreewälder ROHKUNSTBAU im Fokus. Im Gang durch das Schloss Lieberose, eines der größten Barockschlösser Brandenburgs, begegnen die Besucher/innen den Kunstwerken und Perspektiven von 11 internationalen Künstler/innen.

Als Künstler/innen beteiligen sich:

Elmgreen & Dragset (Dänemark/Norwegen),
Simon English (Großbritannien),
Shahram Entekhabi (Iran),
Jeanno Gaussi (Afghanistan/Deutschland),
Pélagie Gbaguidi (Benin (Senegal)),
Andrew Gilbert (Großbritannien),
Ivan Gorshkov (Russland),
Amélie Grözinger (Deutschland),
Tatiana Macedo (Portugal),
Emo De Medeiros (Benin),
Toshihiko Mitsuya (Japan).

 

Mehr Informationen zum Projekt und zur Ausstellung finden Sie hier und auf dem Facebookkanal von ROHKUNSTBAU.

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