Rückblick 1. Fachtag "Zukunftsfähige Sozialwirtschaft gestalten"

Rückblick 1. Fachtag "Zukunftsfähige Sozialwirtschaft gestalten"

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Unter dem Titel „Zukunftsfähige Sozialwirtschaft gestalten“ trafen sich am 26.04.2018 Akteure der Sozialwissenschaft- und politik sowie Mitarbeitende und Führungskräfte der Johanniter-Unfall-Hilfe zum 1. Fachtag im Potsdam Museum. Ziel war es, über Fragen, Wege und Ziele der interkulturellen Öffnung von Gesellschafts- und Verbandsstrukturen zu diskutieren.

Ein Impulsvortrag, Podiumsdiskussionen und Thementische von innovativen Projekten, theoriegestützt als auch praxisnah, gaben Einblicke in die Herausforderungen und Errungenschaften dieses Prozesses. „Der Weg ist das Ziel“ wurde zum wiederholten O-Ton der Veranstaltung, wobei Einigkeit über das Gemeinsame herrschte.

Der Fachtag wurde durch Inka Thunecke, Geschäftsführerin der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg, eröffnet. Dr. Ellen Ueberschär, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung sowie David Kreuziger, Mitglied des Landesvorstands der Johanniter Unfallhilfe e.V. Berlin/Brandenburg hielten im Nachgang das Grußwort des Fachtags und machten auf die Bedeutung des Projekts wie auch des Fachtags aufmerksam.

Im Anschluss an die Begrüßung sprach Dr. Holger Backhaus-Maul in seinem Impulsvortrag zum Thema "Über das Soziale der Sozialwirtschaft. Eine engagierte Suche". Dabei zeichnete er die Entwicklung der Institution der Freien Wohlfahrtspflege und ihrer partiellen Transformation zur Sozialwirtschaft nach. Dr. Backhaus-Maul stellte fest, dass sich die Freie Wohlfahrtspflege marktwirtschaftlichen Mechanismen ausgesetzt sieht und somit einem verstärkten Wettbewerb unterliegt, welcher sie von einer Stütze der Gesellschaft zu einem sozialwirtschaftlichen Akteur unter vielen macht.

Das erste Podium, unter dem Titel „Wissenschaft trifft Praxis. Antworten auf den gesellschaftlichen Wandel bei der Johanniter-Unfall-Hilfe“, moderiert von Dr. Anne Ulrich, Referentin für Demokratie bei der Heinrich-Böll-Stiftung, gab sowohl Einblicke in Praxiserfahrung im Pflegebereich und universitären Kontext, als auch Reflektionen über die Begleitung und dem Aufwand der Unterbringung von Menschen auf der Flucht in Deutschland.
Es diskutierten Dr. Holger Backhaus-Maul, Leitung Fachgebiet 'Recht, Verwaltung und Organisation'  an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg; Silvana Radicione, Landesvorstand der JUH Berlin/Brandenburg e.V.; Prof. Dr. Matthias Schmidt, Professor für Unternehmensführung an der Beuth Hochschule für Technik Berlin; Slawa Wohlert, Pflegerin und Erzieherin bei der JUH Eberswalde.
 
Im zweiten Podium „Chancen und Perspektiven durch interkulturelle Öffnung in der Praxis“, moderiert von Mekonnen Mesghena, Referent für Migration bei der Heinrich-Böll-Stiftung e.V., gab es Einblicke in  Arbeit und Praxiserfahrung der geladenen Podiumsgäste. Teilnehmende waren Patricia Redzewsky, RAA Brandenburg, Diana González Olivo, Vorsitzende Migrantenbeirat Potsdam, Gülcan Nitsch, Geschäftsführerin  Yeşil Çember sowie Dr. Ermyas Mulugeta, Loewenherz e.V./ NeMiB e.V.
 
Neben dem Impulsvortrag und den Podiumsdiskussionen bat der Fachtag allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit, ins Gespräch zu kommen, Meinungen und kontroverse Standpunkte auszutauschen und neue Ideen für die eigene Arbeit mitzunehmen. Die Thementische boten dabei mit den unterschiedlichen Fokussierungen viel Raum für Diskussionen. Abgerundet wurde der Fachtag durch die Präsentation des "House of One" durch Osman Örs (Imam & Theologischer Referent) und der symbolischen Übergabe von zwei Spendensteinen.

Eine Ergebniszusammenfassung des Fachtags kann hier heruntergeladen werden.

Der 1. Fachtag fand im Rahmen des Modellprojekts "Zusammen:Wirken im Verband“ statt, welches der Landesverband Berlin/Brandenburg der Johanniter-Unfall-Hilfe in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg  im Bundesprogramm "Zusammenhalt durch Teilhabe" durchführt. Weitere Informationen zum Modellprojekt finden Sie hier.

 

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