Internationaler Tag gegen Rassismus

Internationaler Tag gegen Rassismus

Rassentrennung in Form von zwei Wasserspendern für Weiße und Farbige — Bildnachweise

Mit dem Gedenktag am 21. März rufen die Vereinten Nationen zur Beendigung rassistischer Diskriminierung auf. Das Datum erinnert an das Massaker von Sharpeville im Jahr 1960. Bei Protesten gegen die Rassentrennung des Apartheid-Regimes in Südafrika schoss die Polizei in die Menge und tötete dabei 69 Menschen.

Rassistische Diskriminierung tritt nicht immer so blutig und brutal zu Tage wie vor gut 60 Jahren in Sharpeville. Menschen erleben Ausgrenzung und Unterdrückung häufig in alltäglichen Situationen: Sei es bei der Suche nach Arbeit, auf dem Wohnungsmarkt, durch schiefe Blicke in der Bahn, gemurmelte Kommentare von Nachbarn oder durch Witze in der geselligen Runde, die auf ihre Kosten gehen. Auch diese Erfahrungen fügen Wunden zu.

Gerade jetzt wird aber auch deutlich: Ereignisse wie das Massaker von Sharpeville gehören keineswegs der Vergangenheit an. Am Freitag wurden in Christchurch, Neuseeland, mindestens 50 Menschen Opfer rassistischer Gewalt. Hier hat zwar ein radikaler Einzeltäter, nicht ein rassistischer Staat, getötet, doch die Hetze, die diese Tat befeuert hat, hat weltweit in vielen Ländern wieder Einzug in die Politik gehalten. Diese Hetze stellt damit eine Gefahr für alle Gesellschaften dar, die wir nicht ignorieren dürfen.

Weitere Informationen zum Gedenktag und zum Kampf gegen Rassismus können hier abgerufen werden.

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Am 4. April veranstalten wir gemeinsam mit ESTAruppin in Neuruppin eine Diskussionsveranstaltung zum Thema "Klimawandel und Migration". Gemeinsam mit Kira Vinke vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung wollen wir mehr über die Herausforderungen globaler Dimension diskutieren und herausfinden, welche Möglichkeiten der Anpassung die Menschen vor Ort haben, und wie globale Initiativen sie dabei unterstützen können. Weitere Informationen finden Sie in der Veranstaltung.

Mit dem Projekt MIT:MENSCHEN fördert die Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg ein tolerantes, diskriminierungsfreies Klima in Brandenburger Kommunen. In öffentlichen Diskussionsveranstaltungen vermittelt das Projekt Wissen über Migration, Integration und rassistische Diskriminierung. Gleichzeitig bieten wir Workshops zu Migrationsgeschichte(n) an und unterstützen Vereine in Brandenburg mit Seminaren für einen wertschätzenden Umgang mit Vielfalt.
Sind Sie an Veranstaltungen des Projekts in Ihrer Region interessiert oder möchten eine Veranstaltung mit uns organisieren? Dann melden Sie sich gerne bei uns.

 

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