Lesung & Diskussion "Das neue Wir – Warum Migration dazugehört"

Lesung & Diskussion "Das neue Wir – Warum Migration dazugehört"

Am 28. Mai 2019 durfte die Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg wiederholt nach Angermünde einladen. Gemeinsam mit dem "Bürgerbündnis für eine gewaltfreie, tolerante und weltoffene Stadt Angermünde" wurde Prof. Dr. Jan Plamper, Historiker und Autor, zur Lesung und Diskussion in der Stadt empfangen. Der Autor, der am Londoner Goldsmith Institut und an der Universität Greifswald lehrt, las aus seinem kürzlich erschienenen Buch „Das neue Wir – Warum Migration dazugehört“, erschienen im S. Fischerverlag, vor und stellte sich den Fragen der Zuhörenden.

In der Lesung und Diskussion beleuchtete Prof. Dr. Plamper die Geschichte der Migration in Deutschland aus verschiedenen Perspektiven. Dabei lag der Fokus nicht nur auf der Flüchtlingskrise ab dem Jahr 2015, sondern vielmehr auf die verschiedenen Migrationsbewegungen in der deutschen Geschichte. Er berichtete von schlesischen Vertriebenen, den Gastarbeiterinnen und Gastarbeitern aus Italien und der Türkei, den DDR-Vertragsarbeiterinnen und Vertragsarbeitern aus Mosambik und Vietnam, den Aussiedlerinnen und Aussiedlern aus der Sowjetunion und der Geflüchteten aus vielen weiteren Ländern.

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Er erzählte von den Menschen, die unser Land seit 1945 wesentlich mitgeprägt haben. So öffnete er eine neue Perspektive in der Debatte über das Verständnis von Nation, über eine lebendige Kultur und gemeinsame Werte.

Er zeigte: Migration ist immer eine Herausforderung, doch bei uns ist sie auch eine erstaunliche Erfolgsgeschichte. Mit vielen Interessierten konnte zu den jeweiligen Themenbereichen, persönlichen Schicksalen und eigenen Erfahrungen diskutiert werden und das ein- oder andere Mal neue Perspektiven dazugewonnen werden.
Gleichzeitig stand immer wieder die Relevanz des Buches für die heutige Gesellschaft im Vordergrund – besonders mit Blick auf die politischen Entwicklungen in Ostdeutschland. Dabei bietet das Buch, auch nach Aussage von Teilnehmenden, genügend Argumente um zu zeigen, welche positiven Effekte die Migration auf die deutsche Gesellschaft hatte und hat und das diese als Chance und nicht als Gefahr begriffen werden darf.

Die Buchkritik des Deutschlandfunk Kultur kann hier gelesen werden. Sie haben Interesse an dem Buch? Dann können Sie es hier direkt beim Verlag ordern.


Das Video der Lesung und Diskussion können Sie hier auf unserem YouTube-Kanal sehen

 

Die Veranstaltung fand im Rahmen des Projekts Mit:Menschen der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg statt und wir aus Mitteln des Asyl-Migrations- und Integrationsfonds der Europäischen Union kofinanziert. Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.
 

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