Alter

Alter

Günter Paulisch

Ich lerne gerade meine Muttersprache - die sorbisch-wendische Kultur liegt mir sehr am Herzen!

leidenschaftlicher Sorbe/Wende & Imker, Lubochow/Senftenberg

Rudolf & Lieselotte Sarbinowski

Uns geht es heute mit 90 Jahren so gut, wie niemals zuvor!

Bauersleute, Osterne

Jeanette "la mère" Massémé

Ich bin zwar schon in Rente. Ich würde aber sehr gerne weiterarbeiten - wenn ich doch nur eine Anstellung finden könnte!

Lehrerin & "Mama" der interkulturellen Frauengruppe, Potsdam

Elli Meyer

Mit den Seerosen kommt wieder Leben auf den Hof! Solange es geht, halte ich die Stellung"

Seerosenbäuerin, Rietz-Neuendorf

Fotos: Barbara Dietl

Was heißt denn schon alt?

Ab wann ist man alt?

Was heißt das eigentlich: alt sein? Die Meinungen und Einschätzungen gehen weit auseinander. Einerseits gelten auf dem Arbeitsmarkt bereits Fünfzigjährige als alt und haben damit schlechtere Chancen. Andererseits werden die Menschen in Brandenburg immer älter, ohne sich dabei wirklich alt zu fühlen. Das Alter erleben die meisten Menschen bei guter Gesundheit, sie sind aktiv, wollen etwas bewegen, etwas Neues lernen, sich neuen Aufgaben widmen. Das Rentenalter ist für viele keine Ruhephase, sondern vielmehr eine Zeit des Aufbruchs und des Entdeckens neuer Aufgabenbereiche und Leidenschaften.

Alt ist nicht gleich alt.

553.300 der rund 2,5 Millionen Brandenburger/innen sind älter als 65 Jahre (ca. 23 %, 2012). Und es werden voraussichtlich immer mehr. Die Gruppe der Älteren ist sehr unterschiedlich. Bei einigen lassen die Kräfte nach und sie sind auf Pflege angewiesen, andere wiederum pflegen ihre Angehörigen oder geben ihren Enkelkindern Nachhilfe. Manche reisen und lernen neue Sprachen, andere engagieren sich ehrenamtlich. Für die Lebenssituation und das Lebensgefühl sind nicht so sehr die Anzahl der Lebensjahre, sondern vielmehr die Lebensbedingungen bestimmend. Wie es einem im Alter geht, hängt davon ab, welche Fähigkeiten und Kenntnisse im Laufe des Lebens erlernt wurden, welche Erfahrungen man gemacht hat, welche Interessen man hat und welche Werte man teilt. Auch die soziale Einbindung, die persönlichen Biografien und natürlich der Gesundheitszustand prägen das Lebensgefühl und die Lebensweise.

Altersbilder.

Das Nachdenken über das eigene Älterwerden oder Alt-Sein löst bei vielen Menschen trotzdem oft kein gutes Gefühl aus. Woher kommt diese Angst vor dem Alter? Warum freuen wir uns nicht auf die Zeit nach der Berufstätigkeit? Das Bild vom Alter ist häufig mit negativen Vorstellungen besetzt. Alter wird sehr stark mit Krankheit, Einsamkeit, Pflegebedürftigkeit oder Demenz in Verbindung gebracht. Dabei werden die positiven Seiten des Alters vernachlässigt: die Senior/innen verfügen über einen riesigen Erfahrungsschatz, ein ganzes Berufsleben als Praxiswissen, sie haben viel Zeit und Energie für Neues. Darin liegt ein großes Potenzial. Den Blick auch auf die positiven Seiten des Alters zu richten, heißt nicht, das Alter einseitig zu beschönigen und dabei zu ignorieren, dass es mit der gestiegenen Lebenserwartung auch mehr und mehr gesundheitlich beeinträchtigte Menschen gibt, die in ihrem Alltag auf altersgerechte Wohnformen und eine barrierefreie Umwelt angewiesen sind. Es ist aber für ein gutes Zusammenleben in Brandenburg auch wichtig, sich klar zu machen, dass die ältere Generation über große Stärken und eine immense Lebenserfahrung verfügt und eine wichtige Stütze für das Zusammenleben und die Produktivität Brandenburgs ist.

Menschen sind verschieden. Warum das so ist, das weiß niemand so genau. Wir unterscheiden uns in Geschlecht und Alter, in sozialer und ethnischer Herkunft, wir haben verschiedene körperliche und geistige Fähigkeiten und sexuelle Orientierungen. Und damit noch nicht genug: jeder Mensch hat eine ureigene Lebensgeschichte, eigene Auffassungen und einen eigenen Geschmack. Die größte Gemeinsamkeit

ist dabei, dass jeder Mensch einzigartig ist. Wir sind viele. Wir sind vielfältig. Soweit, so gut! Mehr lesen...

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Brandenburg. Lauter gute Leute

„Brandenburg. Lauter gute Leute“ heißt die neue Fotokampagne der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg zu gesellschaftlicher Vielfalt in Brandenburg. Die sechs Faltplakate zeigen jeweils vier Porträts von Brandenburger/innen, thematisch eingeordnet in insgesamt sechs Dimensionen gesellschaftlicher Vielfalt. Das Ziel der Kampagne ist eine Schärfung des öffentlichen Bewusstseins und die Schaffung einer positiven Wertschätzung für die bereits existierende gesellschaftliche Vielfalt in Brandenburg.

Die Kampagne "Brandenburg. Lauter gute Leute" findet im Rahmen des Projektes MOSAIK - Märkische Orte für soziale, armeitsmarktpolitische und interkulturelle Kompetenz statt.

mehr über das Projekt MOSAIK

Das Projekt "MOSAIK - Märkische Orte für soziale, arbeitsmarktpolitische und interkulturelle Kompetenz" wird im Rahmen des Bundesprogramms "XENOS - Integration und Vielfalt" durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.