CUCHA

Die Stärkung und Gestaltung einer lokalen Willkommenskultur ist für die Kommunen Brandenburgs schon jetzt zu einer zentralen Aufgabe geworden. 

 

Bei der Herausforderung Geflüchtete in Brandenburger Kommunen aufzunehmen, geht es längst  nicht mehr nur um Unterbringung und Versorgung, sondern auch um längerfristige Perspektiven für Menschen, die hier leben, arbeiten, an unserer Gesellschaft teilhaben und diese gestalten möchten. Die Gewährung von Asyl ist eine menschenrechtliche, demokratische Selbstverständlichkeit und kann hinsichtlich der demografischen Entwicklung und eines offenkundigen Fachkräftemangels als Gewinn an Zukunftsperspektiven und Entwicklungspotenzial verstanden werden.


Es liegt im Interesse und in der Verantwortung der Aufnahmegesellschaft Bedingungen zu schaffen, damit Geflüchtete in Brandenburg bleiben. Das Zusammenwachsen und -leben in einer demokratischen Einwanderungsgesellschaft verlangt ein Lernen von- und miteinander, bedeutet Veränderung – für Geflüchtete und für alle Bürger/innen.  Es ist an uns ein Klima der Fairness und Verantwortung in unseren Kommunen zu schaffen, ein Klima, das gesellschaftliche Vielfalt wertschätzt und sich gegen Diskriminierungen ausspricht, damit neuankommende Menschen nicht nur bleiben können, sondern auch wollen.

CUCHA bietet

  • Abendveranstaltungen

Wissen, worum es geht!

Öffentliche Diskussionsveranstaltungen bieten einen Einstieg in Themenkomplexe wie Flucht und Asyl, informieren über Situation und Alltagskultur in den Herkunftsländern Geflüchteter und über aktuelle Analysen zu Gesellschaft und Politik. Referent/innen stellen Informationen und Erkenntnisse  zum Thema des Abends vor und diskutieren mit den Teilnehmenden.

  • Warum fliehen Menschen aus ihren Ländern, wie sieht dort die Gesellschaft aus und auf welche Gesellschaft treffen Geflüchtete in unseren Kommunen?
  • Welche Rolle spielen Geschichte, Sprache, Bildung, Gender, Religion und andere Aspekte für eine gelingende Integration?

Zu welchen Themen sollte bei Ihnen gesprochen werden?

 

 

 

  • Seminare und Workshops für Multiplikator/innen

Eigene Haltung stärken und Handlungsspielräume erweitern

Tagesseminare vermitteln Kompetenzen und Fähigkeiten für ein kultursensibles und demokratisches Handeln im Umgang mit Vielfalt. Dabei geht es um die Stärkung und Reflexion eigener Handlungs- und Denkmuster sowie um den Austausch untereinander. Mit erfahrenen Trainer/innen und praktischen Übungen werden eigene Positionen herausgearbeitet und gemeinsam Handlungsstrategien erörtert.

  • Wie erkenne ich Diskriminierungen im Alltag (Anti-Diskriminierung)?
  • Wie gehe ich mit eigenen Vorurteilen um (Anti-Bias Ansatz)?
  • Welche Argumente helfen gegen Stammtischparolen (Argumentieren gegen Stammtischparolen)?
  • Wie können Geflüchtete in der Kommune unterstützt werden?

Zu welchen Fragen und Handlungsspielräumen wünschen Sie sich Unterstützung und Austausch?

  • Blended-Learning-Weiterbildung

Willkommenskultur mit Perspektive

Für die Integration Geflüchteter in den Brandenburger Kommunen braucht es nicht nur Kompetenzen einzelner Engagierter, sondern auch eine gesellschaftspolitische Strategie sowie Strukturen und Angebote auf kommunaler Ebene, die  ein diskriminierungsfreies Klima langfristig fest verankern. Die Blended-Learning-Weiterbildung unterstützt engagierte Bürger/innen, Lokalpolitiker/innen und Mitarbeiter/innen der Verwaltung dabei, für Ihre Kommune eine passende Strategie zu entwickeln, die von möglichst vielen Bürger/innen mitgetragen wird. Dabei geht es um eine Erweiterung des Verständnisses von Willkommenskultur, die ein langfristig demokratisches Zusammenleben in einer Einwanderungsgesellschaft und die Förderung und Wertschätzung gesellschaftlicher Vielfalt in den Kommunen mit einschließt. Teilnehmende werden befähigt Ansätze des Diversity Managements und der Anti-Diskriminierung für die langfristige Entwicklung der Kommune anwendbar zu machen und lernen Methoden kennen, wie ein beteiligungsorientierter Prozess zur Verankerung einer lokalen Willkommenskultur auf den Weg gebracht werden kann.

Weiterbildung durch Blended-Learning

  • Interaktive Lernplattform im Internet
  • Vor-Ort-Seminare für Austausch und Vertiefung
  • Gemeinsamer Lernprozess und Expertise in fester Gruppe
     

 

  • Kampagnen

Nach dem Willkommen das Bleiben

Ein gegenseitiges Kennenlernen der neu ankommenden Menschen in Brandenburg und der bereits dort lebenden Bevölkerung erleichtert die Integration. Gleichzeitig können anhand persönlicher Erfahrungen Unsicherheiten und Ängste abgebaut werden. Wir sammeln Geschichten erfolgreichen Zusammenlebens, bewegende und interessante Schicksale, beeindruckende Persönlichkeiten und Errungenschaften, die gelungener Integration ein Gesicht geben.

Haben Sie eine Geschichte für uns?

Aktuelles

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"Freiheit ist unsere Religion".  In Englisch und Ukrainisch stehen die Buchstaben auf riesigen Transparenten an einem mehrstöckigen Gebäude am Maidan in Kiew. Vom 23. Juli 2016 bis zum 2.8.2016 fand die erste Bildungsreise der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg in die West-Ukraine statt. 24 Teilnehmende reisten mit dem Zug über Krakau, Lemberg (Lviv), Uzhgorod, Czernowitz in die Haupstadt der Ukraine Kiew. Inka Thunecke, Geschäftsführerin der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg schildert ausführlich die Etappen dieser Osteuropareise.

von

Die Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg lud am 05. Mai zu einem Fotovortrag über die aktuelle Situation in Afghanistan ein. Zu Gast waren Erik Marquardt, der die Balkanroute und Afghanistan als Fotograf bereiste, der Anwalt für Asylrecht Rolf Stahmann und die Europaabgeordnete Ska Keller, welche über die Situation vor Ort und die derzeitige Politik in Deutschlandn diskutierten.

In den letzten Jahren ist der Aufstieg rechtspopulistischer Parteien und Bewegungen eine der prägendsten politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen. Auch in Brandenburg stellt sich nach dem Einzug der AfD in Landtage und Kommunalparlamentem, im Hinblick auf die Bundestagswahlen, die Frage, wie Politik und Gesellschaft mit rechtspopulistischen Akteuren umgehen sollen?

Auf dieser Tagung soll gemeinsam mit Expert/innen zu Fragen rund um Populismus, Alternativen gegen Rechtspopulismus und die Strategien der Rechtspopulisten diskutiert werden.

Links Moderation: Rebecca Ruff/ Rechts Referentin Margit Cremer (Foto: HBS Brandenburg)
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Anfang Dezember 2016 fand im Rahmen des Projekts CUCHA ein Informationsabend zum Thema "Geflüchtete aus Tschetschenien" in Neuruppin statt. Die Referentin Marit Cremer, Geschäftsführerin der Organisation MEMORIAL Deutschland, referierte dabei als Expertin über das Thema.

CUCHA - Cultural Challenges. Fairness und Verantwortung für unsere Kommunen

CUCHA unterstützt Brandenburger Engagierte in Willkommensinitiativen sowie  Akteure der Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung, die sich für eine Integration Geflüchteter und ein demokratisches Miteinander in ihren Kommunen einsetzen, sowie populistischen Abwehrhaltungen und rassistischen Übergriffen entgegentreten wollen.


Die verschiedenen Bildungsangebote des Projektes vermitteln Wissen und Handlungsfähigkeit für die Etablierung einer langfristigen Willkommenskultur, beruhend auf  Wertschätzung gesellschaftlicher Vielfalt, und für die Gestaltung eines diskriminierungsfreien und toleranten Klimas in den Kommunen.

Veranstaltungen im Projekt CUCHA

Sep 23Okt 04
„Verknüpfungen der Geschichte im heute“
Potsdam

Aktuelles Weiterbildungsangebot:

Kontakt

Simone Klee

E-Mail: klee@boell-brandenburg.de
Tel.: (0331) 200 578-0

Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg
Werkstatt für politische Bildung e.V.

Dortustr. 52, 14467 Potsdam

„Brandenburg. Lauter gute Leute“ heißt die neue Fotokampagne der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg zu gesellschaftlicher Vielfalt in Brandenburg. Die sechs Faltplakate zeigen jeweils vier Porträts von Brandenburger/innen, thematisch eingeordnet in insgesamt sechs Dimensionen gesellschaftlicher Vielfalt. Das Ziel der Kampagne ist eine Schärfung des öffentlichen Bewusstseins und die Schaffung einer positiven Wertschätzung für die bereits existierende gesellschaftliche Vielfalt in Brandenburg.

Dieses Projekt wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds kofinanziert.