Die Ausstellung

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XXIV. Rohkunstbau: Achtung - Mind the Gap

Es mag zunächst seltsam erscheinen: eine internationale Ausstellung, die den Titel einer Bahnsteigdurchsage trägt. Der eindringliche Ausruf dient den Passagieren gemeinhin als Warnung, um auf die Lücke beim Ein- und Ausstieg hinzuweisen. Das Englische „to mind“ fordert zur Vorsicht, zum Sich-in-Acht-Nehmen auf; gleichzeitig deutet „the gap“ auf einen Raum hin, der ein gefährlicher Riss, ein potenzieller Bruch oder eine Verletzungsursache ist, ein ungelöster Zustand des Dazwischen.

Das Thema des XXIV. ROHKUNSTBAU: „Achtung – Mind the Gap“ knüpft an den letzten „XXIII. ROHKUNSTBAU: Die Schönheit im Anderen – The Beauty of Difference“ an, eine Ausstellung, die Differenz und Andersheit durch kreative und menschliche Diversität zelebrierte. Die diesjährige 24. Ausgabe des ROHKUNSTBAU befasst sich mit verstärkt zu beobachtenden Phänomenen im heutigen Europa: schwelende Auseinandersetzungen, größer werdende Klüfte innerhalb von Gesellschaften, Entfremdung. Konflikte zwischen Regionen und Nationalstaaten (Katalonien oder das Baskenland in Spanien), Bestrebungen bestehende nationale Einheiten aufzulösen (Schottland und Großbritannien), Formen von inneren ethnischen Verwerfungen oder sprachlichen Spaltungen: All diese Aspekte schürten in jüngster Vergangenheit das Gefühl der Zerrissenheit. Die zunehmende Sensibilisierung dafür ermöglicht und fordert eine intellektuelle und emotionale Auseinandersetzung mit dem Beschriebenen.

Die Künstlerinnen und Künstler der XXIV. ROHKUNSTBAU-Ausstellung widmen sich eben jenen „gaps“ , den Lücken zwischen Individuum und Kollektiv. Sie beschäftigen sich mit gesellschaftlichen Spannungen, wahrgenommenen Identitäten und Assoziationen und beziehen mit ihren Werken Stellung zur derzeitigen Situation in Europa und über dessen Grenzen hinaus. Neun internationale Künstlerinnen und Künstler sowie ein Künstlerduo nehmen sich dieser Aufgabe an. Die Arbeiten berühren die Thematik dabei jeweils auf eine ganz eigene Art und Weise – stets mit dem Vorhaben, die Problematik fernab simpler Polemik aufzudecken. So kommen die sozio-kulturellen Gräben im Kontext des vorherrschenden Gefühls der europäischen Zerissenheit in all ihrer Vielschichtigkeit zum Ausdruck.

 

KÜNSTLERINNEN UND KÜNSTLER:
 

Laura Bruce

USA

Martin Dammann

Deutschland

GODsDOGs (Britta & Ron Helbig)

Deutschland

Nilbar Güreş

Türkei

Holly Hendry

Großbritannien

Magdalena Jetelová    

Tschechien

Roman Korovin

Lettland

Zofia Kulik

Polen

Kate McMillan        

Australien/Großbritannien

Christopher Winter

Großbritannien/ Deutschland

Vergangene Ausstellungen

Der Spiegel der Anderen – Mirror of Alterity

Die Flüchtlinge und die Angst vor dem Fremden. Zeitgenössische Kunst aus Mittel- und Osteuropa.

Europa ist zum Zufluchtsort für die Missachteten und Verfolgten in den Kriegs- und Krisenregionen der Welt geworden. Ganz Europa? Nein, ein großer Teil der europäischen Bevölkerung fremdelt und weigert sich, die Fremden willkommen zu heißen. Es ist die Angst vor dem Unbekannten, die Emotionen aufwühlt und zum Teil fremdenfeindliche Affekte hervorruft. Vor allem im östlichen Teil Europas, sperrt sich die Mehrheit der Bevölkerungen gegen die Aufnahme von Flüchtlingen - und ihre Regierungen nutzen diese Stimmung für einen zunehmend populistisch-autoritären Politikstil.

Rohkunstbau XX. REVOLUTION

Die Ausstellung XX. Rohkunstbau „Revolution“ fand vom 06. Juli bis zum 21. September 2014 auf Schloss Roskow im Landkreis Potsdam-Mittelmark statt und folgt den Ausstellungen der vergangenen Jahre zu den Themen „Macht“ und „Moral“

Rohkunstbau XIX. MORAL

Vor dem Hintergrund von Wagners „Walküre“ beschäftigten sich zehn Künstler/innen mit Moral. Die Kunstwerke fragen nach gemeingültiger Ethik als Motiv für gesellschaftliche und individuelle Konflikte.

Rohkunstbau XVIII. MACHT

Für den XVIII. Rohkunstbau haben sich zehn bildende Künstler/innen aus fünf Na­tionen mit Symbolik und Interpretationen, aber auch mit den Folgen und dem Missbrauch von Macht auseinandergesetzt.

Rohkunstbau XV. "Drei Farben - Blau Weiß ROT"

Mit "Drei Farben-Blau Weiß ROT" hinterfragt der XV. Rohkunstbau mit seiner Trilogie über demokratische Grundwerte den Stand der Verwirklichung und die heutige Bedeutung des Ideals der Brüderlichkeit.

Rohkunstbau XIV. "Drei Farben - Blau WEISS Rot"

Im zweiten Teil der Trilogie "Drei Farben-Blau WEISS Rot" positionieren sich eine Vielzahl bildender und darstellender Künstler zur Gleichheit -demokratischer Grundwert schlechthin- in Schloss Sacrow.

Rohkunstbau XIII. "Drei Farben - BLAU Weiß Rot"

Mit "Drei Farben–BLAU Weiß Rot" beginnt ein neuer Abschnitt im Rohkunstbau-Projekt, der demokratische Grundwerte erforscht. Viel persönliche Freiheit ist hier möglich – wie viel ist tatsächlich nötig?

Rohkunstbau

Seit 1994 steht die Ausstellung Rohkunstbau für leidenschaftliches Engagement bei der Förderung von zeitgenössischer Kunst und Kultur genauso wie für die Wiederentdeckung und Neubelebung fast vergessener Kulturstätten in den ländlichen Regionen Brandenburgs.

Aktueller Ausstellungskatalog

XXIV. ROHKUNSTBAU Ausstellungskatalog

Der Ausstellungskatalog zum XXIV. ROHKUNSTBAU 2018: Achtung - Mind the Gap

Der Katalog zum XXIV. ROHKUNSTBAU 2018 widmet sich unter dem Thema "Achtung - Mind the Gap" dem Thema der gesellschaftlichen Risse und dokumentiert die Arbeiten der 9 internationalen Künstlerinnen und Künstler und einem Künstlerduo.
Neben Hintergründen zu den Künstler*innen und den Werken, durchgehend farbigen, illustrierenden Abbildungen sind u.a. die Initiatoren der Ausstellung Mark Gisbourne und Inka Thunecke mit Beiträgen vertreten. Zum wiederholten Male ist ROHKUNSTBAU in diesem Jahr im Schloss Lieberose im Spreewald zu Gast – auch die Geschichte des Schlosses wird mit Text und Bild präsentiert.

XXIII. ROHKUNSTBAU Ausstellungskatalog

Der Ausstellungskatalog zum XXIII. ROHKUNSTBAU 2017 - Die Schönheit im Anderen

Der Katalog zum XIII. ROHKUNSTBAU 2017 widmet sich dem Thema und dokumentiert die Vielfalt der Arbeiten der 11 internationalen Künstlerinnen und Künstler zur »Schönheit im Anderen«. Neben Hintergründen zu den Werken, durchgehend farbigen, illustrierenden Abbildungen sind u.a. die Initiatoren der Ausstellung Mark Gisbourne und Inka Thunecke mit Beiträgen vertreten. Erstmalig ist ROHKUNSTBAU in diesem Jahr, zurück im Spreewald, im Schloss Lieberose zu Gast – auch die Geschichte des Schlosses wird mit Text und Bild präsentiert.