Dossier: Demokratie stärken

Demokratie stärken

Toleranz und Intoleranz

Wie viele politische Schlüsselbegriffe wirkt der der Toleranz auf den ersten Blick recht einfach. Es ist aber wichtig, doch etwas genauer hinzusehen und einige Differenzierungen zu bedenken. Ein Text von Prof. Dr. Erhard Stölting.

Islamfeindlichkeit

Rassismus hat viele Spielarten. Diskriminierende Einstellungen finden sich nicht nur am rechten Rand der Gesellschaft, sondern sind auch immer wieder Bestandteil öffentlicher Debatten. Von offener Gewalt wie dem Mord an Marwa El-Sherbini 2009 in einem Dresdener Gerichtssaal bis hin zu verallgemeinernden, ablehnenden Aussagen über "die" MuslimInnen, reichen die Erscheinungsformen islamfeindlicher Einstellungen und Taten.

Langzeitarbeitslosigkeit

„Die wollen doch gar keine Arbeit finden“ oder „Die leben auf unsere Kosten“. Wer kennt nicht solche oder ähnliche Aussagen? Immer wieder geraten Langzeitarbeitslose in den Fokus der Abwertung.

Homophobie

Gleichgeschlechtliche Liebe ist gesellschaftlich enttabuisiert worden, möchte man meinen. Dennoch gaben 21,8 Prozent der Deutschen in einer Studie an, dass sie Homosexualität als "unmoralisch" erachten. Homophobie bezeichnet eine soziale, gruppenfeindlich gegen Schwule und Lesben gerichtete Feindseligkeit. Doch woher kommt diese Ablehnung?

Rechtsextremismus

Der Begriff „Rechtsextremismus“ ist eine Sammelbezeichnung, die mehrere Dimensionen umfasst: Ausländerfeindlichkeit, Chauvinismus, Sozialdarwinismus, Befürwortung einer rechtsautoritären Diktatur, Verharmlosung des Nationalsozialismus und Antisemitismus. Fest steht, dass rechtsextreme Menschen von einer „Ideologie der Ungleichwertigkeit“ ausgehen. Sie sind schlicht der Meinung, dass einige Menschen mehr wert sind als andere.

Antisemitismus

"Antisemitismus" bezeichnet die pauschale Ablehnung von Juden und Judentum. Der Begriff beschreibt die Feindschaft gegen alle Völker der semitischen Sprachgruppe. Dabei ist die Bezeichnung „semitisch“ irreführend, bezeichnet sie doch neben dem antiken Phönizisch und dem biblischen Hebräisch auch das heutige Arabisch.

Fremdenfeindlichkeit und Rassismus

Rassismus geht davon aus, dass Menschen nicht als Individuen, sondern als Teil einer Gruppe bewertet werden müssen. Rassisten unterstellen, dass aus dieser Gruppenzugehörigkeit unveränderliche Eigenschaften, Fähigkeiten oder Charakterzüge erwachsen. Dabei ist ganz klar, dass die eigene Gruppe die höherwertige ist und mehr Rechte besitzt.

Das Projekt "SPACES - Information, Debatte und Training für Toleranz" endete im Mai 2012.

Wir blicken auf drei spannende, ereignis- und lehrreiche Jahre zurück und möchten uns bei allen Teilnehmer/innen, Kooperationspartner/innen und Unterstützer/innen sehr herzlich für das Interesse und die gute Zusammenarbeit bedanken. Diese Seite bleibt als ein Dokumentations- und Informationsangebot bestehen. Für Anregungen und Kommentare stehen wir auch weiterhin zur Verfügung und freuen uns, Sie auch weiterhin auf Veranstaltungen der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg begrüßen zu können.