BlueLink

Über das Projekt

Junge und motivierte Journalisten werden, im Rahmen eines von der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg und der BlueLink in Sofia gestarteten virtuellen Newsroom-Projekts, Reportagen über das Klima, die Umweltveränderung und saubere Energiegewinnung- und nutzung in Zentral- und Osteuropa (CEE) und Deutschland erstellen. Das gemeinsame Projekt nutzt das Internet und die sozialen Netzwerke als Editorial- und Verbreitungsplattform für Multimedia-Features und Investigativ-Reportagen. Dabei werden die teilnehmenden Journalisten aus den postsozialistischen Gesellschaften Europas und Deutschlands jungen Journalisten professionelle Anleitung, redaktionelle Beratung und Zugang zu Fachwissen und politischen Lösungen zukommen lassen.

Bis zum März 2018 wird das BlueLink Newsroom von der DBU - der Deutschen Umweltstiftung und der Heinrich-Böll-Stiftung Deutschlands durchgeführt und gefördert. Ziel ist es, die Entscheidungsträger und die Öffentlichkeit besser über dringende ökologische Herausforderungen, innovative Geschäftsmodelle  und Lösungen für die Politik zu informieren, welche den Schutz von Ökosystemen, sauberer Energie, verantwortungsvoller Regierungsführung und die Beteiligung der Öffentlichkeit an Entscheidungsprozessen fördern.

Der BlueLink Newsroom unterstützt qualitativen Journalismus im öffentlichen Interesse, indem jungen aktiven Journalisten aus Bulgarien, der Tschechischen Republik, Ungarn, Polen, Deutschland, Rumänien und anderen postsozialistischen Ländern die Möglichkeit gegeben wird, ihre Fähigkeiten, Techniken und Kenntnisse zu verbessern und professionell umzusetzen. Zudem sollen sie in der Lage sein, qualitativ hochwertige Features und investigative Reportagen über den Klimawandel, die Nutzung sauberer Energie und andere Belange der ökologischen Nachhaltigkeit zu verfassen.
Der virtuelle Redaktionsraum wendet eine redaktionelle Politik an, die auf ethischen und professionellen Prinzipien der führenden Qualitätsmedien wie The Guardian, BBC, Financial Times, New York Times, Die Zeit und Süddeutsche Zeitung, basiert.

Drei professionelle Workshops werden im Rahmen des Projekts stattfinden, bei dem über 50 Journalisten aus der CEE-Region (Zentral- und Osteuropa) gemeinsam mit Umweltjournalisten professionelle Techniken austauschen und erlernen. Dazu gehören die ehemaligen und praktizierenden Umweltjournalisten Paul Brown (The Guardian), Alex Kirby (BBC), Kieran Cooke, (Financial Times), Mathias Richter (Märkische Allgemeine Zeitung) und Michael Bauchmüller (Süddeutsche Zeitung). Die führende Experten in den Bereichen Klimawandel, Erneuerbare Energien, Umweltwissenschaften und Politik werden dabei ihr Wissen mit den jungen Journalisten teilen.

Ein zersplittertes Publikum wird intensiv mit indoktrinierten, effekthaschenden  und kommerzialisierten Medieninhalten konfrontiert, während faktenbasierender, gründlich recherchierter, ausgewogener und verantwortungsvoller Journalismus ausstirbt, erklärt Pavel Antonov, in Budapest ansässiger Redakteur des virteuellen Newsrooms und Mitgründer von BlueLink.
Nun, da die Gesellschaften den Folgen der nicht nachhaltigen und ungeregelten Nutzung der natürlichen Ressourcen gegenüber stehen, die zu Klimawandel, Konflikten und Massenmigration geführt haben, ist eine eingehende journalistische Berichterstattung über Umweltfragen und verfügbare politische und wirtschaftliche Lösungen von entscheidender Bedeutung, so Antonov..
Eine Qualitätsberichterstattung über die Prozesse, die die Lebensqualität, die Gesundheit und den Wohlstand der örtlichen Gemeinschaften prägen, ist für die Öffentlichkeit entscheidend, um besser informiert und in der Lage zu sein, Entscheidungen zu treffen und Maßnahmen zu ergreifen, so Inka Thunecke, Vorsitzende der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg, die das Projekt leitet. Eine verbesserte journalistische Berichterstattung wird die öffentliche und staatliche Unterstützung für den Kampf gegen den Klimawandel in der CEE-Region verstärken und damit Europas Rolle als globaler Vorreiter in der Klimapolitik, damit einhergehenden wirtschaftlichen Lösungen sowie Innovationen stärken, so Thunecke.

Seit 2000 organisiert und fördert die Heinrich Böll Stiftung Brandenburg Veranstaltungen der politischen und kulturellen Bildung mit dem Ziel, demokratische Entscheidungsprozesse und gesellschaftspolitisches Engagement auf regionaler, überregionaler und internationaler Ebene, vor allem im Land Brandenburg, zu unterstützen. Ihr Engagement richtet sich vor allem auf die Förderung sozialpolitischer Maßnahmen, die sich an ökologischen, sozialen, demokratischen und gewaltfreien Prinzipien sowie der Geschlechterdemokratie orientieren; Förderung von lokalen und regionalen Maßnahmen; Die Verhinderung der andauernden Zerstörung von natürlichen Ressourcen und die Förderung des ökologischen Wandels der Gesellschaft. Die Heinrich Böll Stiftung Brandenburg arbeitet eng mit einer Vielzahl lokaler, regionaler und nationaler Initiativen, Verbände und Akteure zusammen. Sie arbeitet zudem eng mit der Bundesstiftung in Berlin und ihren internationalen Büros zusammen.

Seit 1998 ist BlueLink ein Pionier des Online-Netzwerks der Zivilgesellschaft in Bulgarien. Es stellt ein etabliertes Zentrum der IT-Innovation, der Koordinierung, der Öffentlichkeitsbeteiligung und des Informationsaustausches zwischen bürgerlichen Umweltorganisationen und Regierungsbehörden dar. Seit 2013 hat BlueLink Evromegdan.bg- die bulgarische Zeitschrift für Journalismus im öffentlichen Interesse - ins Leben gerufen und gefördert. Um die Kompetenzen und die Möglichkeiten junger Journalisten, die Themen des Naturschutzes, der nachhaltigen Entwicklung und des öffentlichen Interesses erforschen, zu intensivieren, engagiert sich BlueLink intensiv mit internationalen und bulgarischen Institutionen. Dazu gehören die Journalistische Fakultät der Sofia-Universität; Die Grüne Europäische Stiftung; Die Guardian Foundation, das Climate News Network aus Großbritannien; Internews aus den USA sowie Zuschüsse der EEA (Europäische Umweltagentur). Seit dem Jahr 2000 ist BlueLink das bulgarische Mitglied der Vereinigung für Progressive Kommunikation.

Das BlueLink Virtual Newsroom Projekt

Das BlueLink Virtual Newsroom Projekt ist eine Kooperation der DBU, der Deutschen Umweltstiftung, der Heinrich Böll Stiftung Brandenburg und dem BlueLink Newsroom aus Bulgarien

Partner

Experten

Alex Kirby

Alex Kirby ist ein britischer Journalist, der sich auf Umweltfragen spezialisiert hat. Er ist Gründungsmitglied des Climate News Network. Er arbeitete für fast 20 Jahre in verschiedenen Funktionen bei der British Broadcasting Corporation (BBC). Von 1987 bis 1996 war er der Agrar- und Umweltkorrespondent für BBC News, in Radio und Fernsehen. Er wechselte 1996 innerhalb der BBC in den Bereich "religiöse Angelegenheiten" und verließ die BBC im 1998, um als freiberuflicher Journalist zu arbeiten.

Zudem bietet er Medienkompetenztrainings für Unternehmen, Universitäten und NGOs an. Gleichzeitig ist er auch der Umweltkorrespondent für BBC News Online und moderierte die Umweltserie "Costing the Earth" von BBC Radio 4. Neben seiner Arbeit für BBC News Online schreibt er auch für The Guardian und Climate News Network, eine regelmäßige Kolumne schreibt er für das BBC Wildlife Magazin.

Dr. Pavel Antonov

Dr. Pavel P Antonov ist Journalist, Sozialforscher und Aktivist mit aus Ungarn, Er ist Mitbegründer und Chefredakteur von BlueLink.net, Bulgariens e-network für zivilgesellschaftliches Handeln. Er ist zudem Gründungsredakteur von Evromegdan.bg - BlueLinks Online-Magazin im Bereich des investigativen Journalismus. Er ist Mitglied des Open Space Research Centers an der Open University in Milton Keynes, Großbritannien, wo er über die Veränderungen der journalistischen Praxis unter Markt- und Wirtschaftsdruck promovierte. Er startete und redigierte Green Horizon im Regionaal Environmental Center for CEE und leitete zahlreiche Schulungskurse für Journalisten und e-Network-Aktivisten in Mittel- und Osteuropa, der Türkei und NIS. Antonov verfasste wissenschaftliche Artikel und Dokumentationen über: zivilen Protest und Partizipation, Klima- und Umweltveränderungen, EU-Politik und Kultur. Er war Chefredakteur für aktuelle Themen bei Nova TV in Bulgarien, wo er auch über politische Nachrichten berichtete und Sofia's Fairy Tales moderierte - eine wöchentliche Show über Multikulturalismus.

Dr. Mathias Richter

Doktor Mathias Richter ist Philosoph und Journalist. Er arbeitet für die Potsdamer Zeitung "Märkische Allgemeine Zeitung" als Chefredakteur des Kulturressorts. In den 90er Jahren arbeitete er für mehrere lokale und regionale Zeitungen in Deutschland. Seit 1998 war er für verschiedene Ressorts der Märkischen Allgemeinen Zeitung verantwortlich, davon 15 Jahre für Wirtschaft und einige Jahre für das Ressort Brandenburg.

Mathias Richter ist Autor und Herausgeber verschiedener Bücher über Philosophie und politische Theorie. Er ist Gründungsmitglied der theoretischen Zeitschrift "Latenz". 2005 veröffentlichte er zusammen mit Inka Thunecke eine Sammlung von Interviews mit Protagonisten der demokratischen Opposition in Osteuropa vor 1989 (Mathias Richter / Inka Thunecke (Hrsg.): Metamorphosen der Utopie. Rückblicke und Ausblicke nach Europa, Talheimer Verlag, Mössingen) -Talheim 2005).

Workshops

Published Articles

Serving the people

“The concentration of farmland in Europe has negative ecological and social consequences”. Today 3 per cent of farms controlled half of the agricultural land in Europe. But there is an alternative.

Von Velina Barova

Defending Freedom of Protest

“The working class must strike because another world is possible”. Carlos Zamboni, who had come all the way from Argentina to join the crowds at the Global Solidarity Summit and to talk at a global level about the rights of workers to strike. 

Von Andrada Lăutaru

Cinderella’s Gypsum Dress

Cinderella—this is how speleologists refer to Emil Racoviță cave in Moldova due to its authentic beauty hidden from view behind a muddy outlook. Today this protected natural phenomenon has been stripped of its beauty by a German extraction corporation. And for their part, the Moldovan authorities seem unable and/or unwilling to preserve it.

Von Lucia Tăut
Subscribe to RSSSubscribe to RSS