Klimanauten

Hintergrund

Klimaschutz ist wohl eine der größten und komplexesten Aufgaben für unsere Gesellschaften in diesem Jahrhundert. Natürlich könnten wir auf die Folgen des Pariser Klimaabkommens warten. Oder wir schauen, was wir im Haushalt und als lokale Gemeinschaften jetzt schon tun können, um den Wandel zu gestalten. Jede Person ist Experte des eigenen Alltags und weiß am besten, welche Veränderungen gut und passend für sie sind. Als Heinrich-Böll-Stiftungen haben wir Erfahrungen mit Bildungsformaten im Klimaschutz: Kurse zum kommunalen Klimaschutz, Infoveranstaltungen und Veröffentlichungen. Private Haushalte und lokale Gemeinschaften können der Kern eines Wandels sein. Höchste Zeit, auch hierfür ein Angebot zu haben.

Ziele der Klimanauten

Bei den Klimanauten wird das Nötige mit dem Angenehmen verbunden: Klimaschutz zu Hause in Gemeinschaft am Esstisch und das in angenehm lockerer Atmosphäre. Untereinander regen sich die Gruppenmitglieder zum Handeln an. Sie unterstützen sich gegenseitig und denken über anschließende Gruppenaktivitäten nach. Im Endeffekt soll jeder Haushalt und jede Person sich die Schritte beim Ressourcenschutz heraussuchen, die für ihn passen. Neben der Reduktion von Emissionen und dem Einsparen von Ressourcen ist eine gestärkte Gemeinschaft ein weiteres Ziel.

Methode

Klimaschutz ist ein weites und komplexes Feld. Wir haben es in sechs Themen geordnet: Ernährung, Strom & Wärme, Wasser, Müll & Ressourcen, Mobilität und Finanzen.

Zu jedem dieser Themen gibt es im Klimanauten-Kursbuch ein Kapitel mit 5-10, zur Umsetzung vorgeschlagenen, Aktionen. Hier liegt der Schwerpunkt weniger auf theoretischem Hinter­grund­­wissen als auf praktischen Anregungen, die zum Austausch einladen. Zu jedem Thema trifft sich die Gruppe an einem Abend, tauscht sich über das Gelesene aus und plant ausgewählte Aktionen – individuelle oder auch gemeinschaftliche.

Ablauf

Ab Februar 2016 finden sich an verschiedenen Orten in Brandenburg, Schleswig-Holstein und Thüringen die Klimanauten-Gruppen zusammen. Entweder sind es bestehende Gruppen, die sich selbst organisieren oder über die Böll-Stiftungen koordinierte einzelne Personen. Innerhalb eines halben Jahres finden dann acht gemeinsame Abende statt. Je nach Wunsch und Bedarf der Gruppe gibt es koordinierende Unterstützung der Böll-Stiftungen. Beim ersten Treffen wird vereinbart, wann und wo die Treffen stattfinden. Abschließend gibt es auch die Möglichkeit, sich mit anderen Klimanauten-Gruppen zu treffen und zu überlegen, wie die aufgebaute Gemeinschaft weiter genutzt werden kann.

Interesse? Dann schreiben Sie mir:
Julian Gröger
groeger@boell-brandenburg.de
oder rufen Sie mich an:
Tel.: 0331 – 20 05 78 – 17

Eindrücke vom Pilotkurs in Trebbin, Juni-Oktober 2015:

„Es hat jedem von uns sehr viel gebracht. Ich wasche immer noch ab. Habe kleine Lampen gekauft, beleuchte nicht mehr die ganze Wohnung, sondern nur noch den Bereich, in dem ich mich befinde. Glaube es oder nicht - ich habe nur noch ein Viertel des vorigen Verbrauchs.“

"Pack Geld nicht auf ein Sparbuch, sondern lass es arbeiten  für die  Menschen, die mit dir ihr Leben , ihre Träume und Ideen teilen, damit es so neue Wirklichkeiten schafft."

„Die Anregungen waren reichlich. Einiges befolgen wir bereits. Bei anderen Hinweisen sind wir dabei. Gerne wieder. Eine Empfehlung meinerseits für jeden zum Mitmachen.“

 

Aktuelles

Diese Rede hielt Clemens Rostock, Vorsitzender des Landesverbands Brandenburg von Bündnis 90/Die Grünen, am 11. März 2016 zur Ausstellungseröffnung "Hörbilder - Tschernobyl - Fukushima" im Rechenzentrum Potsdam. Diese Ausstellung fand neben anderen Veranstaltungen im Rahmen der Europäischen Aktionswochen Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima in Potsdam statt.

Siebenbürgen
von

Erstaunen um mich herum: „Ich kenne niemanden außer Dir, der nach Rumänien fährt. Was gibt es  denn da?“ und „Kannst Du rumänisch, oder kann man sich auf Englisch verständigen?“  Reiseführer gekauft, rein gelesen. Vorfreude. Was? So viel Programm?! So wenig Freizeit? Wenn ich das vorher gewusst hätte…

Proteste in Chisinau 2009

In diesem Jahr bieten wir erneut zwei Bildungsreisen an: Im August/September (24.08.-03.09.) geht es nach Moldova. Im Oktober (04.-14.) bieten wir nochmal eine Reise nach Siebenbürgen an.

von

Vom 12.-22. Oktober gab es in diesem Jahr die zweite Auflage unserer Bildungsreise nach Siebenbürgen – einer Partnerregion von Brandenburg in Rumänien. Die Stationen waren Sibiu (Hermannstadt), Târgu Mureș und umliegende Dörfer, Sighișoara (Schäßburg) und Brașov (Kronstadt).

Ab sofort gibt es ein Angebot der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg, das Gruppen von privaten Haushalten dabei unterstützt, beim eigenen Klima- und Ressourcenschutz voran zu kommen.

Klimaschutz zu Hause

Die "Klimanauten" erhalten über ein Kursbuch und den Gruppenaustausch praktische Tipps zu verschiedenen Bereichen des privaten Klima- und Ressourcenschutzes. Mindestens acht Personen aus derselben Umgebung und verschiedenen Haushalten treffen sich innerhalb eines halbes Jahres acht Mal zu den Themen: Lebensmittel, Strom & Wärme, Wasser, Müll & Ressourcen, Mobilität, Finanzen. Die Treffen finden reihum zu Hause statt.

Klimanauten in anderen Bundesländern

All rights reserved.
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Kontakt

Julian Gröger
E-Mail: groeger@boell-brandenburg.de


Tel.: (0331) 200 578-17

Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg
Werkstatt für politische Bildung e.V.

Dortustr. 52, 14467 Potsdam

Veranstaltungen

Sep 29
Abendgesellschaft für Ressourcenschutz in Reichweite
Kleinmachnow
Okt 04Okt 14
04.-14. Oktober 2016
Okt 04
Eberswalder Nachhaltigkeitsgesellschaft mit Sascha Müller-Kraenner
Eberswalde
Okt 12
Abendgesellschaft für Ressourcenschutz in Reichweite
Gransee
Okt 15
Abendgesellschaft für Ressourcenschutz in Reichweite
Niederlausitz
Okt 25
Abendgesellschaft für Ressourcenschutz in Reichweite
Frankfurt (Oder)
Nov 07
Abendgesellschaft für Ressourcenschutz in Reichweite
Zeesen
Nov 09
Abendgesellschaft für Ressourcenschutz in Reichweite
Breddin

Diese Maßnahme wird durch das Ministerium für ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg aus der Konzessionsabgabe Lotto gefördert.

Publikationen

The success of urban climate protection measures largely depends upon the participation of the population. The new publication of the PUC project examines and discusses both theoretical contributions as well as practical experiences, a framework for citizen participation in various European countries.