Körperliche & Geistige Fähigkeiten

Körerliche & geistige Fähigkeiten

Katja Kaiser

Am liebsten kümmere ich mich um die Kälbchen. Die nehmen mich so, wie ich bin!

Tierpflegehelferin, Ökodorf Kuhhorst

Karin & Hans-Peter Beitze-Lehmann

Leute! Wir brauchen viel Lebendigkeit um uns herum. Das gibt uns den Mut und die Kraft zum Weiterleben nach dem Schlaganfall!

selbstständiges Werbeunternehmerehepaar, Mühlenbeck

Marco Retzlaff

Einen Blinden, der Computer repariert - so etwas gibt es sonst nirgends!

Diplominformatiker & Unternehmensgründer von "SehNix - Computer- und Beratungsservice", Senftenberg

Uwe Rung

Es gibt bei vielen Arbeitsplätzen die Möglichkeit sie einfach umzubauen und damit barrierefrei zu machen. Man muss es nur wollen!

berenteter Elektroniker und Landesvorsitzender des Bundesselbsthilfe Verbandes Kleinwüchsiger Menschen e.V. (Brandenburg/Berlin), Leegebruch

Fotos: Barbara Dietl

Mehr können als einem die Gesellschaft zutraut!

Es ist normal, verschieden zu sein.

Es gibt eine unendliche Anzahl verschiedener Formen von körperlichen und geistigen Behinderungen. Menschen, die am Stock gehen oder im Rollstuhl fahren, sich mit Blindenstock orientieren, kleinwüchsig sind oder das Down-Syndrom haben, sind leicht als Menschen mit Behinderung zu erkennen. Es gibt aber auch sehr viele körperliche und geistige Behinderungen, die man nicht ohne weiteres im Vorbeigehen erkennt: Gehörlosigkeit, Lernschwierigkeiten oder Depressionen gehören beispielsweise dazu. Jeder Mensch kann von einer Behinderung betroffen sein. Die wenigsten Behinderungen sind angeboren. Der überwiegende Teil der Behinderungen ist im Laufe des Lebens durch Krankheiten oder Unfälle verursacht. In Brandenburg leben rund 346.800 schwerbehinderte Menschen (ca. 14 %, 2013).

Wer behindert hier eigentlich wen?

Eine Behinderung ist nur eine von vielen verschiedenen Eigenschaften eines Menschen und bei weitem nicht diejenige, die den Menschen als Person ausmacht. Für viele behinderte Menschen ist die größte Herausforderung im Leben daher nicht die Behinderung an sich, sondern die Reaktionen der Mitmenschen. Wie alle Menschen wünschen sich auch Menschen mit Behinderung zuallererst als Personen akzeptiert und als vollwertige Mitglieder der Gesellschaft ernst genommen zu werden. Das alltägliche Starren, Kopftätscheln und die Befangenheit der Nicht-Behinderten im Umgang mit behinderten Menschen steht dem im Wege. Menschen mit Behinderung brauchen kein Mitleid, sondern Anerkennung, Respekt und gleichberechtigte Möglichkeiten zur Teilhabe in allen gesellschaftlichen Bereichen. Um die Berührungsängste abzubauen, bedarf es des alltäglichen Miteinanders und Austauschs von Menschen mit und ohne Behinderung. Menschen mit Behinderung sind vor allem Menschen – nicht mehr, aber auch nicht weniger!

Inklusion – gute Idee & Menschenrecht!

Inklusion ist nicht für Menschen mit Behinderung gemacht. Inklusion ist ein gesellschaftliches Leitbild. Dahinter steckt die Idee, dass Menschen – ob mit oder ohne Behinderung – gleichberechtigt und gemeinsam lernen, arbeiten und leben. Inklusion bedeutet, dass jeder Mensch am gesellschaftlichen Leben teilhaben und sein Leben selbstbestimmt nach den eigenen Vorstellungen gestalten kann. Um eine inklusive Gesellschaft zu erreichen, müssen noch viele Barrieren abgebaut werden. Hierzu zählen bauliche Barrieren wie Treppen und nicht abgesenkte Bordsteine, vor allem aber die Barrieren in den Köpfen der Menschen: Menschen mit Behinderung werden nach wie vor häufig unterschätzt und leben mit dem unbefriedigenden Gefühl, mehr zu können, als die Gesellschaft ihnen zutraut!

Menschen sind verschieden. Warum das so ist, das weiß niemand so genau. Wir unterscheiden uns in Geschlecht und Alter, in sozialer und ethnischer Herkunft, wir haben verschiedene körperliche und geistige Fähigkeiten und sexuelle Orientierungen. Und damit noch nicht genug: jeder Mensch hat eine ureigene Lebensgeschichte, eigene Auffassungen und einen eigenen Geschmack. Die größte Gemeinsamkeit

ist dabei, dass jeder Mensch einzigartig ist. Wir sind viele. Wir sind vielfältig. Soweit, so gut! Mehr lesen...

Kampagnenplakate bestellen:

„Brandenburg. Lauter gute Leute“ heißt die neue Fotokampagne der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg zu gesellschaftlicher Vielfalt in Brandenburg. Die sechs Faltplakate zeigen jeweils vier Porträts von Brandenburger/innen, thematisch eingeordnet in insgesamt sechs Dimensionen gesellschaftlicher Vielfalt. Das Ziel der Kampagne ist eine Schärfung des öffentlichen Bewusstseins und die Schaffung einer positiven Wertschätzung für die bereits existierende gesellschaftliche Vielfalt in Brandenburg.

Die Kampagne "Brandenburg. Lauter gute Leute" findet im Rahmen des Projektes MOSAIK - Märkische Orte für soziale, armeitsmarktpolitische und interkulturelle Kompetenz statt.

mehr über das Projekt MOSAIK

Das Projekt "MOSAIK - Märkische Orte für soziale, arbeitsmarktpolitische und interkulturelle Kompetenz" wird im Rahmen des Bundesprogramms "XENOS - Integration und Vielfalt" durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.