Nachhaltigkeit buchstabiert

Nachhaltigkeit buchstabiert

Foto: anschlaege.de / Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg. All rights reserved.

Der Begriff der Nachhaltigkeit ist durch die inflationäre Verwendung ausgehöhlt worden. Doch Nachhaltigkeit ist ein positives Anliegen, verbunden mit den Säulen Ökologie, Ökonomie und Soziales. Anhand von acht Begriffen - Effizienz, Suffizienz, Widerstandsfähigkeit, Ökonomie, Anpassungsfähigkeit, Diversität/Vielfalt, Verantwortung und Gerechtigkeit/Fairness - sollen Reflektionen für eine nachhaltige Welt beschrieben und vielfältige Perspektiven entwickelt werden. Auf diesem Blog werden Widersprüche und ungelöste Fragen ebenso thematisiert wie euphorische Beispiele. Wir freuen uns über Ideen und ganz persönliche Sichtweisen von interessierten Menschen, Politiker/innen, Wissenschaftler/innen. Und auf Ihre Meinung - kommentieren Sie und reden Sie mit!

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Indem wir fossilen Konzernen unser Geld entziehen, stören wir die Logik der fossilen Wirtschaft. Damit wird nach dem dezentralen Ausbau der Erneuerbaren eine zweite Welle der Bürger-Energiewende eingeläutet.

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Effizienz ist der sparsame Umgang mit knappen Ressourcen. Effizientes Handeln ist im Alltag völlig normal, weil es einen Gewinn an Lebensqualität verspricht, nur indem wir vermeiden zu verschwenden.

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Effizienz heißt doch nichts anderes als ein Ziel zu erreichen und dafür möglichst wenig Ressourcen einzusetzen – wenig Ressource Mensch, Ressource Zeit, Ressource Geld, Stoff, Luft, Wasser, Energie, … Und im nachhaltigen Sinne heißt Effizienz dann: möglichst wenig Ressourcen einzusetzen, die nicht erneuerbar sind, oder?

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Dieser Essay versucht, anhand der neuen Qualität des Nachhaltigkeitsansatzes das Verständnis von politischer Verantwortung und ihrer Konsequenzen für politisches Handeln zu klären. Gleichzeitig soll dies dazu beitragen, das allgemeine Leitbild von Nachhaltigkeit zu einer „Politik der Nachhaltigkeit“, einer Nachhaltigkeitsstrategie, weiter zu entwickeln.

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Wir müssten ca. ein Drittel des mit Pflanzen bewachsenen Festlandes sowie die Hälfte der Ozeane unberührt lassen, um die Biosphäre in einem für uns gewohnten Zustand zu erhalten; dazu sollten zwingend die äquatorialen Tropen und alle Dauerfrostböden als sensibelste Zonen gehören. Tatsächlich tragen aber nur noch 15 – 18 % der grünen Erdoberfläche eine annähernd natürliche Bedeckung, Tendenz stark abnehmend.

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Es gibt zweifellos enge Zusammenhänge zwischen dem Ökologischen, Ökonomischen und Sozialen. Zum Beispiel, indem schreiende soziale Ungerechtigkeiten ökologische Katastrophen erzeugen. Indem eine kleine Elite von Reichen und Superreichen den allergrößten Anteil der weltweiten Ressourcen für sich vernutzt. Indem die 85 reichsten Menschen laut einer Studie von Oxfam mehr besitzen als die arme Hälfte der Menschheit zusammengenommen. Indem auch in Deutschland die reichsten zehn Prozent auf fast zwei Dritteln des Volksvermögens sitzen und gut ein Viertel der Bevölkerung fast nichts hat oder sogar verschuldet ist.

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Wir haben es in der Hand, wie sich unsere Welt entwickelt, wie wir Menschen künftig auf dieser einen Welt zusammenleben und ob wir unseren Urenkeln noch in die Augen schauen und sagen können: Wir haben unser Bestes dafür gegeben, dass ihr in einer lebenswerten Welt aufwachsen könnt. Die Verantwortung dafür liegt bei uns, in uns Menschen.

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Suffizienz – welch unschönes, fast hässliches Wort. Suffizienz, eine von mehreren Säulen der  Nachhaltigkeit, deren Zweck und Ziel es ist, ressourcenschonender und sparsamer zu wirtschaften bzw. zu leben, um auch nachfolgenden Generationen noch etwas übrig zu lassen von den „Gemeingütern“ dieser Erde.

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Hinter dem Begriff Resilienz verbirgt sich die Fähigkeit eines Systems, Schocks von außen zu widerstehen und abfedern zu können. Was macht eine Pflanze, die sich für seine Verbreitung nur auf den Wind verlässt, in einer windstillen Blütezeit? Was macht ein Greifvogel, der sich auf Mäuse spezialisiert, wenn keine Mäuse mehr zu finden sind?

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Die Bezugnahme auf den Begriff der „Gerechtigkeit“ ist im linken Spektrum öfter anzutreffen als anderswo. Dennoch handelt es sich bei „Gerechtigkeit“ um einen weitgehend unbestimmten Begriff, der sehr vieles heißen oder behaupten kann. Im politischen Sprachgebrauch ist er oftmals mehr rhetorisches Mittel als substantieller Maßstab, an dem sich politisches Handeln messen ließe. Und so wird der Begriff mitunter je nach politischer Agenda selbst in der gleichen (Sonntags-)Rede mit sehr unterschiedlichen impliziten Bedeutungen eingesetzt. Was mit Gerechtigkeit ungefähr gemeint sein soll bleibt in der politischen Welt meistens im Trüben.

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Diese Vielfalt in der Natur und in der menschlichen Gesellschaft zeugt von einem großen Reichtum. Es ist der Reichtum an Möglichkeiten, die Güter dieser Erde zu nutzen. Vielfalt bedeutet aber auch, dass dem Einzelnen vieles fremd ist.

Nachhaltigkeit buchstabiert begreift Nachhaltigkeit in ihrer Tragweite für unser ökologisches, soziales und ökonomisches Zusammenleben.

Nachhaltigkeit gelebt erfordert von jedem einzelnen Menschen aktives Handeln.

Mit der Postkartenserie „Nachhaltigkeit buchstabiert“ haben wir eine Werbeaktion für die Debatte und Diskussion zum Thema Nachhaltigkeit gestartet. Der Begriff der Nachhaltigkeit ist durch die inflationäre Verwendung ausgehöhlt worden. Nachhaltigkeit ist ein positives Anliegen, verbunden mit den Säulen Ökologie, Ökonomie und Soziales, wie sie sich auch in den Postkarten spiegeln.

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