Rohkunstbau

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XXI. Rohkunstbau - Apokalypse

21. Juni 2015 – 06. September 2015, Schloss Roskow
Eröffnung: 20. Juni 2015, 15.00 Uhr

Der XXI. Rohkunstbau präsentiert das vierte und letzte Kapitel einer Ausstellungsreihe, die sich thematisch an Wagners epischen Opernzyklus Der Ring des Nibelungen anlehnte. Den Schwerpunkt der Ausstellung von 2015 bildet das Thema Apokalypse, das lose von Wagners Götterdämmerung inspiriert ist. Vielmehr als um eine exakte Interpretation der Götterdämmerung geht es darum, Wagners Gedanken vom Ende und dem darauffolgenden Neubeginn aufzugreifen: Im Fokus der Auseinandersetzung mit der Apokalypse steht der Übergang.

Dieser Thematik haben sich die teilnehmenden Künstler/innen aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln genähert. Die ausgestellten Werke sind inspiriert von Auseinandersetzungen mit Themen wie Familie, Macht, Gesellschaft, Naturkatastrophen oder dem Kreislauf des Lebens. Der 21. Rohkunstbau präsentiert Arbeiten von neun Künstler/innen und einem Künstlerduo zum Thema Apokalypse: ein beeindruckender Rundgang an einem besonderen Ort.

Die Apokalypse fügt sich als Thema an den Ausstellungsort. Ab 1723 wurde Schloss Roskow von der Katte-Familie erbaut. Hans-Hermann von Katte wurde 1730 auf Befehl von König Friedrich Wilhelm I. hingerichtet, da von Katte dem Sohn des Königs bei der geplanten Flucht vor seinem Vater unterstützt hatte. Bis 1945 hing das Richtschwert im Schloss, drei Jahre darauf gelangte es ins Museum der Stadt Brandenburg an der Havel, wo es sich auch heute noch befindet.

Exklusiv zum 21. Rohkunstbau hat Philip Grözinger Linolschnitte angefertigt, dessen Motiv sich an den in der Ausstellung gezeigten Malereien orientiert. Die Drucke erscheinen als nummerierte Edition in einer Auflage von 50 Stück und können zur Eröffnung am 20. Juni 2015 erworben werden. Die Drucke sind vom Künstler selbst handgedruckt und unterzeichnet.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Grid image Foto: Damir Žižić © Žižić | Kožul
Grid imagePhilipp Lachenmann, Pleyades Series (Polyeder_3), 2015 Foto: © Philipp Lachenmann - Courtesy of the artist

Wir danken den Künstler/innen für ihre Beteiligung.

 

Sandra Boeschenstein (CH)        Zeichnung

Olga Chernysheva (RU)               Video, Zeichnung, Fotografie

Philip Grözinger (D)                      Malerei

Leiko Ikemura (JP)                       Malerei, Skulptur, Video

Damir Žižić | Kristian Kožul (HR)   Skulptur

Philipp Lachenmann (D)                Film, Fotografie, Malerei, Skulptur, Installation

Dominik Lejman (PL)                    Malerei, Video

Christiane Möbus (D)                    Skulptur

Miguel Rothschild (AR)                 Skulptur

Daniel Silver (GB)                          Bildhauerei

 

Neben der diesjährigen Ausstellung, die im Sommer auf Schloss Roskow stattfinden wird, war Rohkunstbau dieses Jahr zudem auf der 56. Kunst Biennale in Venedig präsent. Im Rahmen des europäisch geförderten Projekts REALISE – The Resilience of Art in Liquid Crises zeigten im Mai 2015 sechs europäische Kunst- und Kulturinstitutionen künstlerische Positionen, die sich mit Krise und Resilienz auseinandersetzen, in einer gemeinsamen Ausstellung im Collegio Armeno Moorat Raphael in Venedig. REALISE wird von der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg koordiniert. Als Beitrag von Rohkunstbau wurde die Performance „Permanent Words“ von Nezaket Ekici gezeigt, deren Beitrag zum XX. Rohkunstbau 2014 in der Schiffbauergasse in Potsdam zu sehen war.

Im Rahmen von REALISE werden bis Oktober 2016 verschiedene weitere Veranstaltungen und Ausstellungen unter anderem in Graz, Zagreb, Bratislava, Sevilla und Thessaloniki stattfinden. Zusammengeführt und dokumentiert wird das vielfältige Projekt auf der Webseite www.realiseproject.eu.

Rohkunstbau

Seit 1994 steht die Ausstellung Rohkunstbau für leidenschaftliches Engagement bei der Förderung von zeitgenössischer Kunst und Kultur genauso wie für die Wiederentdeckung und Neubelebung fast vergessener Kulturstätten in den ländlichen Regionen Brandenburgs.

Praktikum

Aktuelle Praktikumsausschreibung ROHKUNSTBAU (pdf)

Aktuelles

 Philipp Lachenmann, Pleyades Series (Polyeder_3), 2015

Vom 21. Juni 2015 bis 06. September 2015 ist die Ausstellung Rohkunstbau zum Thema „Apokalypse“ zu sehen. Auf Schloss Roskow im Landkreis Potsdam-Mittelmark werden vor historischer Kulisse weitgehend ortsspezifische Arbeiten von elf Künstler/innen aus acht Nationen gezeigt.

Begrüßungsreden zur Ausstellungseröffnung mit Mark Gisbourne (Kurator), Ulrike Grelck (Co-Kuratorin), Inka Thunecke (Geschäftsführerin Heinrich-Bölll-Stiftung Brandenburg), Dr. Arvid Boellert (Gründer Rohkunstbau) und Schlossherr Bodo Krug von Nidda. (v.l.n.r.)
von

Eingetaucht in strahlenden Sonnenschein wurde am 05. Juli 2014 die  Jubiläumsausstellung zum 20. Rohkunstbau auf Schloss Roskow eröffnet. Rund 500 Besucherinnen und Besucher kamen zur Vernissage in das beschauliche Dorf, um sich vor der malerischen Kulisse des Schlosses und Schlossparks die Arbeiten der internationalen Künstler/innen zum diesjährigen Thema „Revolution“ anzuschauen.

Zwei Jahrzehnte Rohkunstbau – Zeit für eine "Revolution": Die zwanzigste Jubiläumsausstellung findet in diesem Jahr vom 6. Juli bis 21. September 2014 im Schloss Roskow statt und behandelt das Thema "Revolution".

Sandra Boeschenstein

*1967 in Zürich, lebt und arbeitet in Zürich

*1962 in Moskau, lebt und arbeitet in Moskau