Rohkunstbau

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XXI. Rohkunstbau - Apokalypse

21. Juni 2015 – 06. September 2015, Schloss Roskow
Eröffnung: 20. Juni 2015, 15.00 Uhr

Die Ausstellung Rohkunstbau findet dieses Jahr zum 21. Mal statt. Zum Thema „Apokalypse“ werden auf Schloss Roskow im Landkreis Potsdam-Mittelmark vor historischer Kulisse weitgehend ortsspezifische Arbeiten von zehn Künstler/innen aus acht Nationen gezeigt.

Im Fokus der Auseinandersetzung mit der Apokalypse steht der Übergang: in jedem Ende liegt ein neuer Anfang. Die Themenwahl für den XXI. Rohkunstbau knüpft lose an Richard Wagners „Der Ring des Nibelungen“ an: Vielmehr als um eine exakte Interpretation der „Götterdämmerung“, dem vierten und letzten Teil des „Ring“, geht es darum, Wagners Gedanken vom Ende und dem darauffolgenden Neubeginn aufzugreifen. Seit 2011 steht Wagner Pate für die Ausstellungsthemen von Rohkunstbau. Nachdem bereits Künstler/innen eingeladen wurden zu den Themen Macht (2011), Moral (2013) und Revolution (2014) zu arbeiten, folgt 2015 „Apokalypse“.

Die Apokalypse fügt sich als Thema an diesen Ort. Hans-Hermann von Katte, Mitglied der Familie von Katte, die das Schloss 1723 hatte erbauen lassen, wurde 1730 auf Befehl von König Friedrich I. hingerichtet, nachdem von Katte dem Sohn des Königs zur Flucht vor seinem Vater verholfen hatte. Bis 1945 hing das Richtschwert im Schloss, die Künstlerin Christiane Möbus bezieht sich in ihrer Arbeit darauf.

Der Thematik von Untergang und dem darauffolgenden Neuanfang haben sich die teilnehmenden Künstler/innen aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln genähert. Die künstlerischen Auseinandersetzungen kreisen um Themenfelder wie Familie, Macht, gesellschaftliche Verhältnisse, Naturkatastrophen oder dem Kreislauf des Lebens. 10 Künstler/innen – 10 verschiedene Positionen und Auseinandersetzungen zum Thema „Apokalypse“, ein spannender Rundgang an einem besonderen Ort.

Grid image Foto: Damir Žižić © Žižić | Kožul
Grid image Foto: © Philipp Lachenmann - Courtesy of the artist

Wir danken den Künstler/innen für ihre Beteiligung.

Sandra Boeschenstein (CH) Zeichnung
Olga Chernysheva (RU) Video, Zeichnung, Fotografie
Philip Grözinger (D) Malerei
Leiko Ikemura (JP) Malerei, Skulptur, Video
Damir Žižić | Kristian Kožul (HR) Skulptur
Philipp Lachenmann (D) Video, Objekte
Dominik Lejman (PL) Malerei, Video
Christiane Möbus (D) Skulptur
Miguel Rothschild (AR) Skulptur
Daniel Silver (GB) Bildhauerei

 

Neben der diesjährigen Ausstellung, die im Sommer auf Schloss Roskow stattfinden wird, war Rohkunstbau dieses Jahr zudem auf der 56. Kunst Biennale in Venedig präsent. Im Rahmen des europäisch geförderten Projekts REALISE – The Resilience of Art in Liquid Crises zeigten im Mai 2015 sechs europäische Kunst- und Kulturinstitutionen künstlerische Positionen, die sich mit Krise und Resilienz auseinandersetzen, in einer gemeinsamen Ausstellung im Collegio Armeno Moorat Raphael in Venedig. REALISE wird von der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg koordiniert. Als Beitrag von Rohkunstbau wurde die Performance „Permanent Words“ von Nezaket Ekici gezeigt, deren Beitrag zum XX. Rohkunstbau 2014 in der Schiffbauergasse in Potsdam zu sehen war.
Im Rahmen von REALISE werden bis Oktober 2016 verschiedene weitere Veranstaltungen und Ausstellungen unter anderem in Graz, Zagreb, Bratislava, Sevilla
und Thessaloniki stattfinden. Zusammengeführt und dokumentiert wird das vielfältige Projekt auf der Webseite www.realiseproject.eu.

Rohkunstbau

Seit 1994 steht die Ausstellung Rohkunstbau für leidenschaftliches Engagement bei der Förderung von zeitgenössischer Kunst und Kultur genauso wie für die Wiederentdeckung und Neubelebung fast vergessener Kulturstätten in den ländlichen Regionen Brandenburgs.

Praktikum

Aktuelle Praktikumsausschreibung ROHKUNSTBAU (pdf)

Aktuelles

Die Ausstellung Rohkunstbau findet dieses Jahr zum 21. Mal statt. Zum Thema „Apokalypse“ werden auf Schloss Roskow im Landkreis Potsdam-Mittelmark vor historischer Kulisse weitgehend ortsspezifische Arbeiten von zehn Künstler/innen aus acht Nationen gezeigt.

Begrüßungsreden zur Ausstellungseröffnung mit Mark Gisbourne (Kurator), Ulrike Grelck (Co-Kuratorin), Inka Thunecke (Geschäftsführerin Heinrich-Bölll-Stiftung Brandenburg), Dr. Arvid Boellert (Gründer Rohkunstbau) und Schlossherr Bodo Krug von Nidda. (v.l.n.r.)
von

Eingetaucht in strahlenden Sonnenschein wurde am 05. Juli 2014 die  Jubiläumsausstellung zum 20. Rohkunstbau auf Schloss Roskow eröffnet. Rund 500 Besucherinnen und Besucher kamen zur Vernissage in das beschauliche Dorf, um sich vor der malerischen Kulisse des Schlosses und Schlossparks die Arbeiten der internationalen Künstler/innen zum diesjährigen Thema „Revolution“ anzuschauen.

Zwei Jahrzehnte Rohkunstbau – Zeit für eine "Revolution": Die zwanzigste Jubiläumsausstellung findet in diesem Jahr vom 6. Juli bis 21. September 2014 im Schloss Roskow statt und behandelt das Thema "Revolution".

Zeichnung, Installationen

*1967 in Zürich (CH) lebt und arbeitet in Zürich

Zeichnung, Video

*1962 in Moskau (RU), lebt und arbeitet in Moskau