SPACES – Information, Debatte und Training für Toleranz ist ein Projekt der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg e.V. und wird durch das Bundesprogramm „XENOS - Integration und Vielfalt" gefördert. Das Programm unterstützt Projekte, die Demokratiebewusstsein und Toleranz stärken und Fremdenfeindlichkeit und Rassismus abbauen wollen.
Das Projekt SPACES zielt darauf ab zu informieren, zu aktivieren und weiterzubilden, d.h. durch Informationsveranstaltungen zu sensibilisieren, durch öffentliche Aktionen Debatten zu Themen wie Demokratie und Toleranz zu initiieren und verschiedene Berufsgruppen gezielt im Umgang mit rechtsextremen Phänomenen zu trainieren. Sowohl offene Ressentiments wie Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Homophobie als auch latent rechtsextreme und ausgrenzende Einstellungen sollen thematisiert und reflektiert werden. Das Bewusstsein über und die aktive Haltung für demokratische Werte werden gestärkt. Dabei setzt das Projekt auf drei verschiedenen Ebenen an:
1. SPACES „Café de la Tolerance“ richtet sich an eine breite interessierte Öffentlichkeit, um hier durch gezielte Informationsveranstaltungen Räume und Orte für Selbstverständigung und Auseinandersetzung über rechtsextreme Einstellungen und ihr Auftreten in der Region zur Verfügung zu stellen. Neue Entwicklungstendenzen werden vorgestellt, Lesungen organisiert, wichtige wissenschaftliche Ergebnisse aus Wahlumfragen oder z.B. der Studie zur Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit (GMF) präsentiert, lokale Probleme aufgegriffen und diskutiert. SPACES zielt hier auf die Ermutigung im privaten und öffentlichen Raum, Ressentiments, gruppenbezogenen Ausgrenzungen und rechtsextremen Weltbildern sicherer entgegenzutreten.
2. SPACES Debate fördert außerdem öffentliche Interventionen, um in den verschiedenen Regionen Debatten über Rechtsextremismus, Toleranz und demokratische Werte zu initiieren. Politisch Engagierte bekommen durch Trainings und Konferenzen die Möglichkeit zur vertieften Auseinandersetzung, zur Weiterbildung und zur Entwicklung von geeigneten Interventionsstrategien. Neue Koalitionen können hier gebildet werden, um so bei den öffentlichen Interventionen die Wirkung zu erhöhen. Ihre Form richtet sich nach den regionalen Gegebenheiten. Neue Formate, die regional verankert sind, werden zusammen mit Engagierten und lokalen Initiativen entwickelt.
3. SPACES Training richtet sich in einem weiteren Schritt gezielt an Professionals, die aktiv im öffentlichen Raum tätig sind. Ihr Verhalten hat größere Auswirkungen auf das Zusammenleben in Kommunen und Regionen. Für sie besteht in ihrer beruflichen Konfrontation mit Rechtsextremen eine ständige Herausforderung. SPACES fördert hier berufsspezifische Analysen, Reflexionen und Trainings für die eigene Intervention im Berufsalltag. MultiplikatorInnen erhalten die Möglichkeit, sich aus ihrem Berufsalltag heraus Methoden des Umgangs mit rechtsextremen, fremdenfeindlichen und diskriminierenden Haltungen anzueignen.
Weitere Informationen finden Sie auf der projekteigenen Website: www.spaces-brandenburg.de
DEMOKRATIE buchstabiert
Mit der Aktion Demokratie buchstabiert will die Heinrich-Böll-Stiftung über demokratische Kulturen in Ostdeutschland diskutieren. Dazu haben wir zu den zehn Buchstaben des Wortes „Demokratie“ zehn Stichworte gefunden, an denen wir uns reiben wollen und zu denen wir uns Ihre Meinung wünschen. Auf der Seite Demokratie buchstabiert finden Sie Beiträge zu verschiedenen Schlagworten: Ist die Diskussionskultur beendet? Wie wertvoll ist die Meinungsfreiheit? Oder: Heute schon tolerant gewesen?