Kompetenzfeld Kulturwirtschaft 1. Veranstaltung
Wie viel Kunst und Kultur leisten wir uns?
23. Februar 2007, 10.30 – 17.00 Uhr
Veranstaltungsort: T-Werk (Schiffbauergasse 4e, 14467 Potsdam)
Kunst ist bekanntlich teuer. In der Regel kommen Kunst- und Kulturprojekte ohne Förderung kaum zu-stande. Oder können Kunst und Kultur wirtschaftlich eigenständig sein? Da die staatliche Förderung durch schrumpfende Etats über keinen allzu großen Spiel-raum mehr verfügt, hat in den vergangenen Jahren das Kultursponsoring durch Unternehmen zunehmend an Bedeutung gewonnen. Gleichzeitig werden viele Kulturschaffende und Veranstalter durch die Ausrich-tung auf wirtschaftliche Aktivität in Konflikte gestürzt.
Welche Rolle spielt die jeweilige Förderung für Kunst und Kultur? Was hat der Staat, was haben Unterneh-men davon, wenn sie Kulturprojekte unterstützen? In welcher Hinsicht kann dabei von „Investitionen“ ge-sprochen werden? In welchem Verhältnis steht die öffentliche Kunst- und Kulturförderung zur Kulturwirt-schaft? Kann sich die finanzielle Abhängigkeit der Kulturakteure inhaltlich auf ihre Arbeit auswirken und wenn ja, wie? Welche Bedeutung hat angesichts schwindender Fördermittel und steigenden Legitimie-rungsdrucks der Kulturakteure die Perspektive der wirtschaftlichen Eigenständigkeit?
Die Referenten der Veranstaltung unserer Qualifizie-rungsreihe für Kulturakteure, Festivalveranstalter und Wirtschaftsfachkräfte widmen sich diesem Span-nungsfeld aus unterschiedlichen Perspektiven.
Programm:
10.30 Uhr Begrüßung
11.00 Uhr
Der Wirtschaftsfaktor Kunst und Kultur zwischen wirtschaftlicher Eigenständigkeit und staatlicher Förderung
Dr. Albrecht Göschel, ehem. Deutsches Institut für Urbanistik
Vortrag pdf. 25 KB
11.45 Uhr
Wechseljahre. Der Künstler auf dem Weg in die wirtschaftliche Mündigkeit
Wolf Lotter, Autor, brand eins
12.30 Uhr Mittagspause
13.30 Uhr
Theaterförderung in Brandenburg am Beispiel freier Träger
Jens-Uwe Sprengel, künstlerische Leitung T-Werk Potsdam
14.15 Uhr
Dynamische Synergieeffekte zwischen Wirtschaft und Kultur
Etienne Emard, Geschäftsführer Forum Tiberius
15.00 Uhr Kaffeepause
15.30 Uhr
Kultur und Wirtschaft – ein Liebesdrama in drei Akten
Dr. Stephan Frucht, Geschäftsführer Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI e.V.
16.15 Uhr Abschlussdiskussion
17.00 Uhr Ende der Veranstaltung
Das Projekt „Kompetenzfeld Kulturwirtschaft“, eine Initiative von Rohkunstbau, wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Landes Brandenburg gefördert.