| Mittwoch, 30. Mai 2007, um 19.30 Uhr Unser Gast: Robert Misik, Journalist Wa(h)re Ideen? Moderation: Inka Thunecke und Joachim Gessinger
Es gibt kein Copyright auf gute wie schlechte Ideen, Konzepte oder Handlungsoptionen. Und dennoch traut man denen, die heute vollmundig das verkünden, was sie noch vor kurzem als spinnert, Angstmache oder schlicht abwegig weggedrückt haben, nicht so recht über den Weg - siehe Klimawandel. Sind aus den einst Schwerhörigen auf einmal die Hellhörigen geworden? Welche Rolle spielen die Medien bei der Zirkulation von Ideen? Ist es nur Hype, sind es Ablenkungsmanöver oder ist es tatsächlich Mentalitätswandel, wenn die Probleme einer globalisierten Welt noch im letzten Winkel der Republik regelmäßig als Existenzfragen aufscheinen - bevor sie allerdings hinreichend be- und verarbeitet worden sind? Und sind Ideen, die zur Lösung dieser Probleme produziert werden, globalisiert in dem Sinne, dass sie ohne Blick auf die gesellschaftlichen und kulturellen Kontexte, in denen sie formuliert wurden, als universale Rezeptur angewandt werden können? Zuweilen wünschte man, sie oder er würde den alten Kaufmannsspruch darfs noch 'ne Idee mehr sein wörtlich nehmen. Aber sind mehr Ideen besser und wie ist der Markt beschaffen, auf dem sie gehandelt werden? Sind Ideen nicht auch nur Waren, letztlich nichts anderes wie Heringe oder Emissionszertifikate – also irgendetwas zwischen leicht verderblich und virtuell? Zur dieser Mittwochsgesellschaft haben wir Robert Misik eingeladen. Robert Misik ist Autor und Journalist, schreibt regelmäßig für die TAZ, den Falter und profil. Misik beschäftigt sich vor allem mit Globalisierung und ihren Folgen.
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Unsere Mittwochsgesell- schaft tagt in der Regel an jedem letzten Mittwoch im Monat. |