Mittwoch, 27. April 2005 , um 19.30 Uhr
Nauener Tor (Westflügel), Friedrich-Ebert-Straße,  Potsdam

Unsere Gäste: Prof. Dr. Günter Morsch (Direktor Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten) und Adam Krzeminski (Warschau)

Unsere Erinnerungen verblassen? Ein Gedankenaustausch über die Kultur und Politik des Erinnerns 60 Jahre nach der Befreiung vom Nationalsozialismus

Moderation: Inka Thunecke

In diesen Tagen jährt sich die Befreiung vom Nationalsozialismus zum 60. Mal. In den Gedenkstätten in den ehemaligen Konzentrationslagern kommen nach 60 Jahren Überlebende zusammen, um der Ermordeten zu gedenken. Jorge Semprun sagte in Buchenwald, dass es das letzte große Jubiläum sein wird, das die Überlebenden begehen werden. Die Zeugen sterben. Wir möchten in dieser Mittwochsgesellschaft über unsere Erinnerungskultur sprechen. Was ändert sich, wenn die Zeugen der Nazi-Verbrechen sterben? Gibt es dann keine Mahner mehr? Vergessen wir dann oder erinnern wir anders?
Wir haben für unsere Mittwochsgesellschaft zwei Gäste gewonnen. Prof. Günter Morsch, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten wird ganz konkret über seine Erfahrungen aus der Gedenkstätte Sachsenhausen berichten. Adam Krzeminski, Germanist und seit 1973 Redakteur bei "Polityka" Warschau wird uns die polnische Sicht auf deutsches Erinnern darstellen.