Wie geht fahrradfaire Politik? - Grüner Salon Falkensee

Wie geht fahrradfaire Politik? - Grüner Salon Falkensee

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Wie geht fahrradfaire Politik?
Vier hochkarätige Gäste gingen dieser Frage am Dienstag, dem 25. September im Rahmen des Grünen Salon Falkensees nach. Im Rahmen der Diskussion sollte geklärt werden, wie eine fahrradfreundliche Politik gestaltet sein sollte und welche Rahmenbedingungen dafür geschaffen werden müssen. Bewusst wurden daher Gäste aus den verschiedensten Bereichen eingeladen, um ein möglichst diverses Bild zu zeichen.

Als Diskutanten konnten der Bundestagsabgeordnete und Radbeauftragte von Bündnis90/Die Grünen Dr. Stefan Gelbhaar, Ines Jesse, Staatssekretärin im Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg, Stefan Overkamp, Vorstand des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club Brandenburg (ADFC) sowie Thomas Zylla, Baudezernent und Fahrradbeauftragter der Stadt Falkensee gewonnen werden.

Die mehr als 50 anwesenden Gäste im Hotel Kronprinz konnten einer lebhaften Diskussion rund um die Radverkehrspolitik beiwohnen. Dabei kristallisierten sich bereits in den Eingangsstatements die unterschiedlichen Perspektiven und Problemfelder bzgl. des Radverkehrs heraus. So gab die Staatssekräterin des Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg, Ines Jesse, einen Blick aus der Perspektive der Landesregierung und den Plänen in Bezug auf den Radverkehr und den ÖPNV, welchen die Landesregierung mehr miteinander vernetzen möchte. Zielstellung ist es hier, dass mehr Menschen den ÖPNV in Kombination mit dem eigenen Rad wie auch Sharingangeboten nutzen können.
Gleichzeitig sieht der Radbeauftragte der Stadt Falkensee, Thomas Zylla, Probleme beim Bau von Radverkehrswegen in gewachsenen Gebieten. Allen voran die Finanzierung von neuen Anlagen, die zum Teil auf die Anlieger umgeschlagen werden müssen, stoßen nicht überall auf Gegenliebe. Zudem muss bei neuen Planungen zusätzlich zum Radverkehr auch der PKW- und LKW-Verkehr bedacht werden.
Stefan Gelbhaar und Stefan Overkamp betrachten die Perspektive dagegen aus der Sicht der Förderer des Radverkehrs und sehen die Politik in der Pflicht. Die Forderung lautet hier, dass mehr Menschen das Rad nutzen würden, sofern die entsprechend ausgebauten Radwege zur Verfügung gestellt werden. Allen voran die Beispiele aus Kopenhagen und Amsterdam zeigen, dass Millionenstädte und der dazugehörige Ballungsraum bei ausreichender Finanzierung und politischem Willen für den Radverkehr optimiert werden können und so eine bessere Lebensqualität für alle Verkehrsteilnehmer bieten kann.

Die Eingangsstatements und die erste Fragerunde können auf unserem Soundcloud-Account in ganzer Länge nachgehört werden.

Auch die Märkische Oderzeitung war mit einer Journalistin vertreten, den Artikel zur Veranstaltung finden Sie hier.

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