Bildungsreise Georgien

Bildungsreise nach Georgien 03.9. – 12.9.2018 (Ausgebucht, Warteliste)

Urheber/in: Foto: Original: Flickr.com / Ilya Platonov. .

Vorläufiges Programm:

Tag 1
Treffen in Berlin, Flug nach Georgien, Vorbereitung auf Programm, Sprache und Schrift, Geschichte Georgiens.

Tag 2
Ankunft in Batumi, Gespräche zur aktuellen politischen Lage. Stadtspaziergang, Gespräche zur Lage in Adscharien.

Tag 3
Vortrag  über  besondere  Fauna  und  die  Bedeutung  für  Vögel  im Mtirala-Naturschutzpark.  Weiterfahrt  nach  Zugdidi,  Gespräch  zur Geschichte und aktuellen Lage in Abchasien. Weiterfahrt nach Kutaisi.

Tag 4
Vortrag zur energiepolitischen Lage des Landes. Stadtspaziergang und Gespräch zur Dezentralisierung im neuen Parlament.

Tag 5
Abfahrt nach Tbilisi. Zwischenstopp in Gori, Gespräch zur Rolle Stalins für Georgien und zur heutigen Perspektive auf die sowjetische Vergangenheit. Weiterfahrt zum Kloster Mzcheta, Ankunft in Tbilisi.

Tag 6
Gespräch in der Heinrich Böll Stiftung zu den Machtverhältnissen in Georgien und die Rolle der Oligarchen am Beispiel von Herrn Ivanishvili. Lesung und Vortrag zur georgischen Literatur (Georgien ist im Okt. 2018 Partner der Frankfurter Buchmesse!)

Tag 7
Kaukasus-Gebirge: Fahrt nach Stepanzminda, Wanderung zum Kloster und Aussicht auf den Kazbek, Übernachtung im Dorf.

Tag 8
zurück nach Tbilisi, Leben in Georgien: In Kleingruppen begleiten wir jeweils einen Georgier einen halben Tag lang in seinem Alltag.

Tag 9
Ausflug aufs Land in den Südosten: Bolnisi: deutsche Vergangenheit und Umweltverschmutzung durch Goldgewinnung. Dmanisi: älteste Menschenspuren in Europa? Zurück nach Tbilisi, Abschlussgespräch.

Tag 10
Rückflug nach Berlin.

 

Allgemeines

Georgien bezeichnet sich selbst gern als "Balkon Europas" mit gutem Ausblick und einem genussvollen Lebensstil. Gehört diese Region zu Europa und damit auch perspetivisch zur Europäischen Union? Wie nah sind uns die Menschen im Südkaukasus  und  vor  welchen  Herausforderungen  stehen  sie?  Auf  diese  und andere Fragen wollen wir bei unserer Reise durchs Land und in Begegnungen mit Georgiern Antworten finden.

Georgien  hat  als  ehemalige  Sowjetrepublik  in  den  letzten  Jahren  mehrere Brüche erlebt. Die Rosenrevolution 2003 brachte  Micheil Saakaschwili an die Macht  und  die  Verwaltung  wurde  modernisiert  und  verjüngt.  Ein  klarer  proeuropäischer  Kurs  wurde  eingeschlagen,  der  bis  heute  anhält.  Etwa  60%  der Bevölkerung  halten  2017  eine  Eingliederung  ihres  Landes  in  die  EU  für  eine gute Idee. Von allen Ländern der östlichen Partnerschaft ist das Vertrauen in die EU in Georgien am höchsten.
Außenpolitisch ist das Verhältnis zu Russland besonders nach dem Krieg 2008 schwierig.  Die  abtrünnigen  Gebiete  Abchasien  und  Südossetien  werden  seit dem von Russland anerkannt und weiter "integriert". Das Vertrauen unter den verschiedenen  Volksgruppen  hat  stark  gelitten.  In  Adscharien  gibt  es Tendenzen der Islamisierung und stärkerer Autonomie. Nach dem Krieg 2008 musste  das  kleine  Land  mit  knapp  4  Mio.  Einwohnern  250.000 Binnenflüchtlinge aufnehmen. Weiterhin gibt es eine starke Abwanderung aus der Region.

Neben  den  politischen  Fragen  interessiert  uns  natürlich  auch  die atemberaubende  Geographie  dieser  Region:  Das  Schwarze  Meer  im  Westen, das Kaukasus-Gebirge im Norden oder die Weinanbauregionen im Süden. Die verschiedenen klimatischen Verhältnisse tragen zu einer enormen Artenvielfalt bei, die es zu bestaunen und erhalten gilt. Wie funktioniert das Leben im Südkaukasus? Was treibt die Menschen an? Was hat  die  Region  kulinarisch  zu  bieten?  Was  können  wir  von  dieser  Region mitnehmen  und  lernen?  Unsere  Reise  und  Begenungen  werden  hierfür hoffentlich viele Anregungen liefern.
 

Organisatorisches und Teilnahmebedingungen

Programm und Leitung:

Julian Gröger ist Bildungsreferent der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg. Er hat in mehreren Ländern Osteuropas gelebt und spricht unter anderem auch Russisch. Er hat schon mehrere Bildungsreisen für die HBS Brandenburg und andere Organisationen geleitet - unter anderem 2015 nach Armenien.

Die Anerkennung als Bildungsurlaub wird beantragt.

Preis/ Teilnahmegebühr:

1.550,- € im Doppelzimmer
250,- € Zuschlag für Unterbringung im Einzelzimmer (nur in begrenzter Zahl möglich)
300,- € Rabatt für Geringverdienende mit Begründung möglich
Preisänderungsvorbehalt  (gesetzlich  vorgeschrieben  seit  dem  1.11.2008): Eine entsprechende  Anpassung  des  Preises  ist  im  Falle  der  Erhöhung  der Beförderungskosten  oder  einer  Änderung  der  für  die  betreffende  Reise geltenden Wechselkurse zulässig.

Leistungen:

Hin-  und  Rückflug  ab  Berlin  Hbf  nach  Georgien  Übernachtungen  in Mittelklassehotels  mit  Frühstück  in  Batumi,  Kutaisi,  Tbilissi,  einfachere Herberge  in  Stepanzminda;  Stadtführungen;  alle  Eintritte  und  Führungen gemäß  Programm,  die  meisten  Mahlzeiten.  Nicht  enthalten:  Trinkgelder, persönliche  Ausgaben,  nicht  angegebene  Mahlzeiten  und  alkoholische Getränke.

Anmeldung:

Anmeldung bis zum 23. April 2018
Schriftlich (Post, Fax oder eMail) bei Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg, Dortustraße 52, 14467 Potsdam
Fon  0331 – 200 578 0  l  Fax  0331 – 200 578 20
eMail  anmeldung@boell-brandenburg.de
oder online unter www.boell-brandenburg.de