TAS

TAS – Workshops für Jugendliche zum Thema kulturelle Vielfalt, Migration, Soziale Integration

Das TAS Projekt - Workshops für Jugendliche zum Thema kulturelle Vielfalt, Migration, Soziale Integration - soll ein Werkzeug für die kulturelle Entwicklung der Region werden. In Zusammenarbeit mit dem Kurator Mark Gisbourne, und einem Netzwerk von regionalen Kulturinstitutionen und Galerien (z.B. Galerie Martin Martens, Berlin; Kunstverein am Rosa–Luxemburg–Platz, Kunstraum Spreewald) werden wir drei junge innovative Künstler einladen, um Workshops mit Jugendlichen zu realisieren und neue Kunstwerke zu konzipieren und auszustellen.

Im Projekt werden relevante gesellschaftliche Themen zur Diskussion gestellt, um Jugendlichen und ihrem Eltern Kultur und Kunst näherzubringen und ihnen die Chance zu bieten sich an der Welt der Kunst zu beteiligen. Dabei wird bei den Beteiligten eine Sensibilisierung hisnichtlich kulturellert Vielfalt, Migration, soziale Integration sowie kulturelle und religiöse Vielfalt, auch in der kulturellen Identität der lokalen gesellschaftlichen Gruppen (Jugend und Eltern) angestrebt.

Jeder Künstler wird in intensiven Workshop-Formaten (5 bis 8 Stunden) mit Schülerinnen und Schülern Kernfragen erarbeiten, und ihnen so kreative und partizipative künstlerische Positionen nahebringen. Als theoretischer Hintergrund und Begleitung der Workshops wird für die Schülerinnen, Schüler und Eltern ein vielfältiges Programm angeboten u.a. Künstlergespräche, Atelierbesuche, Museumsbesuche, Galeriebesuche, sowie Filmvorführungen und Diskussionen.

 

Schlüsselfiguren

Der künstlerische Leiter des Projekts, Mark Gisbourne, ist verantwortlich für das TAS Konzept und die Positionierung der Bildungsarbeit im zeitgenössischen künstlerischen Diskurs, die Auswahl der jungen innovativen Künstler sowie die Abstimmung und Kommunikation mit Galerien und Kulturinstitutionen. Die Projektleiterin, Tiziana Destino, ist verantwortlich für die wissenschaftliche Konzeption und die Planung der Workshops (u.a. Administration und Finanzplanung), sowie für die Organisation und Betreuung von Workshops (u.a. Artist Liaison und Ansprechpartnerin von Schulen), für die Durchführung von Workshops, Atelierbesuche und Veranstaltungen. Darüber hinaus organisiert Sie Artist Talks, Film Vorführungen und Diskussionen, sowie die Planung und Koordination der Ausstellungen.

Die Künstlerinnen und Künstler, Antje Blumenstein, Julius Bobke, Philip Topolovac, sind verantwortlich für die Künstlerworkshops (ca. 5 bis 8 Stunden) mit 15 Jugendlichen (14 bis 18 Jahre). Die Schülerinnen und Schüler werden sich zusammen mit den Künstlerinnen und Künstlern und Pädagogen praxisorientiert mit Kunst und gesellschaftlich relevanten Themen beschäftigen. Eine theoretische Vorbereitung für den Workshop wird von den Lehrern und Pädagogen der Schulen vorbereitet, um den Schülern die Schwerpunkte zu vermitteln. Die Künstler spielen eine zentrale Rolle, um eine intensive Beschäftigung der Schüler mit der Kunst zu gewährleisten und den Schülern zu helfen, individuelle kreative Reflexionen zu entwickeln. Parallel dazu arbeiten die Künstler an einer eigenen öffentlichen Präsentation ihre Arbeit.
Parallel dazu wird dem Publikum durch eine kuratorische Führung und Künstlergespräche der Prozess der Entstehung eines Kunstwerks vor Augen geführt. Offene Fragerunden werden den Besuchern der Veranstaltungen die Möglichkeit geben, Fragen zu stellen und ihnen so einen tieferen Einblick in die Positionen der Künstlerinnen und Künstler ermöglichen.

Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler sind von Schulen aus der Region Dahme-Spree, die Interesse daran haben mit der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg ein politisches und kulturelles Bildungsprogramm durchzuführen, um  ihr bereits erworbenes Wissen zu komplementieren und es in ihrem alltäglichen Leben mit anderen zu teilen.
Die Partner sind regionale Kulturinstitutionen und Galerien, die das Interesse haben, ein kulturelles Bildungsprogramm in Brandenburg zu unterstützen. Durch die Kooperation mit diesen Partnern, kommen die Schülerinnen und Schüler mit dem künstlerischen Netzwerk in ihrer Umgebung in Kontakt und die Kooperationspartner erweitern das Publikum in ihrer Region.

Kuratorisches Konzept

Die Grenze zwischen Andersartigkeit und stabilem Identitätsgefühl ist in dieser Zeit politischer und kultureller Unsicherheit sehr brüchig. Das allgegenwärtige Internet und die sozialen Medien haben alle Aspekte kulturellen Lebens mit gefühlter Synchronizität und ständiger Dissonanz durchdrungen. In dieser Kakophonie widerstreitender Stimmen kann der Künstler bzw. die Kreativwirtschaft als emotionaler Barometer fungieren und den Augenblick festhalten. Die Rolle des Kunst-Schaffens kann in diesem Kontext darin liegen, das tägliche politische Dasein mit künstlerischen Mitteln in einem kulturpolitischen Kontext zu spiegeln.

Der unverwechselbare Wert und die Rolle regionaler Identität innerhalb des größeren oben beschriebenen Rahmens liegt darin, auf einer Mikro-Ebene alle Schwierigkeiten und Ängste innerhalb der Gesellschaft aufdecken und Aufmerksamkeit dafür schaffen zu können.

Die vorgeschlagene Reihe von Workshops, die Kunst und Künstler sozusagen als lebendigen Dreh- und Angelpunkt des gegenwärtigen Augenblicks nutzt, versucht bestimmte zentrale investigative Fragen zu behandeln, (a) die Rolle eines Künstlers in der heutigen Gesellschaft, dies kann Fragen des politischen, sozialen und kulturellen Aufgabenbereichs in der heutigen Praxis der Kunst einschließen und wie sie das unmittelbare alltägliche Leben beeinflusst; (b) Was bedeutet es, von einem kreativen Staat und einer kreativen Region zu sprechen?; Dies wird im Kontext Brandenburgs betrachtet, aber auch im Sinne eines Paradigmas, das an anderer Stelle angewendet werden kann. (c) Wie können wir vorwärts schreiten und dabei beschleunigen, und gleichzeitig die Dinge in Ihrem chaotischen Muster der Veränderung, das um uns herum besteht, durch die Anwendungen der Kunst, wieder stabilisieren; Insofern könnten sich Künstler fragen, was der strategische Zweck ihrer Kunstproduktion ist. (d) Unter der Rubrik Homemade: Was ist die Bedeutung von physischer und emotionaler Sicherheit in dieser Zeit des schnellen Wandels; Eine Frage, die sich damit beschäftigt, was es bedeutet, sich selbst auszudrücken und die Natur der lokalen Identität und Wahrnehmung zu verstehen, (e) Gibt es Gründe, weiterhin an eine zukünftige soziale Utopie zu glauben; was sind die unterschiedlich einschränkenden Aspekte einer lokalen Kultur und wie kann lokale kulturellen Identität, dabei helfen eine positive soziale und kulturelle Zukunft zu schaffen. Damit soll auch anerkannt werden, dass alle Formen kultureller Unternehmungen von Natur aus politisch sind.

Mark Gisbourne
Kurator

Kontakt

Dr. Tiziana Destino
E-Mail: destino@boell-brandenburg.de
Tel.:  0331 200 578 - 15
Fax:  0331 200 578 - 20
Mob: 0159 016 29656

Marcelo Trautmann
Email: trautmann@boell-brandenburg.de
Tel.: 0331 200 578 - 15
Fax: 0331 200 578 - 20

 

Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg
Dortustr. 52
14467 Potsdam

Aktuelle Presseartikel

Lausitzer Rundschau, 14.06.2019

Projektwoche an der Ehm-Welk-Oberschule
Schüler werden Objektkünstler
"Wie können Menschen unterschiedlichster Herkunft auf engem Raum friedvoll zusammenleben? 14 Oberschüler aus Lübbenau haben kreative Entwürfe anzubieten."

Den Artikel können Sie hier auf der Website der Lausitzer Rundschau lesen: Artikel (externer Link)

 

TAS – Traveling Art Space

Das TAS Projekt - Workshops für Jugendliche zum Thema kulturelle Vielfalt, Migration, soziale Integration - ist ein Werkzeug zur kulturellen Entwicklung in Brandenburg. In Zusammenarbeit mit dem Kurator Mark Gisbourne und einem Netzwerk von regionalen Kulturinstitutionen und Galerien werden wir drei junge innovative Künstler einladen, um Workshops mit Jugendlichen zu realisieren und neue Kunstwerke zu konzipieren und auszustellen.

Kontakt

Dr. Tiziana Destino
E-Mail: destino@boell-brandenburg.de

Tel.:   +49 331 200 578-0
Mob.: +49 159 01629656
 

Marcelo Trautmann
Email: trautmann@boell-brandenburg.de
Tel.: 0331 200 578 - 15
Fax: 0331 200 578 - 20

Neuigkeiten

Projektvorstellung TAS — “Travelling Art Space”

Travelling Art Space lautet der Name des neuen Projekts zur kulturellen Bildung in Brandenburg.  Dabei sollen die Themen kulturelle Vielfalt, Migration und soziale Integration in Brandenburg thematisiert werden.

Von Tiziana Destino

Förderer & Partner

Wir danken Peters Art für die Unterstützung des Workshops von Julius Bobke in Neuzelle.

Partnerschulen

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